Willkommen bei Radio Vino von der Ahr

Neuigkeiten und Impressionen aus dem Ahrtal, dem größten zusammenhängenden deutschen Rotweinanbaugebiet.

Mein Wein der Woche

ist ein Spätburgunder aus Heimersheim, dessen „Vorstufe“- noch recht kahle Rebstöcke – ich heute in den Weinbergen begegnet bin.

Der Wein stammt aus dem Weingut Nelles und ist ein 1479N Spätburgunder „Ruber“. 1479 bezieht sich auf einen uralten geschichtlichen Hintergrund. Aus einer Urkunde im Jahr 1479  geht hervor, dass ein Peter Nelis einen ungewöhnlichen hohen Zinssatz an den Herrn der Burg Landskrone zahlte. Der Grund für den hohen Zins war, so heißt es, der besondere Wert des Weinbergs an der Landskrone.

Ich habe einen sehr viel jüngeren Wein genossen: den Ruber 2018. Er ist intensiv in den Aromen von Früchten, denen feine Tannine gegenüberstehen. Er ist ein eleganter ausgewogener Wein. Im Mund fühlt er sich voll und angenehm an.  Der Wein wurde im alten Holzfass bei einem Jahr Lagerzeit ausgebaut. Er ist vielseitig: als Begleitgetränk zu einem kräftigen oder auch weniger kräftigen Essen.

Der Wein war auch Dritter Sieger in der Kategorie „Klassiker“ beim Ahrwein des Jahres 2020. Also bin ich bei meinem Zuspruch sicher nicht allein.

Preis für die 0,75 L-Flasche: 11,29 Euro

12,5 % vol.

Es wird grüner

Wir dürfen und wollen raus und heute am letzten Februartag 2021 passt alles zusammen: Sonntag und Sonne von morgens früh bis abends spät, dazu ein großes Angebot an trockenen Wanderwegen im Ahrtal. Es macht einfach Spaß, frische Luft zu tanken, sich von der Sonne verwöhnen zu lassen und zu schauen, was schon alles blüht und grünt. Etwas frisch war es am Morgen schon. Bei 6° bin ich gestartet und bei immerhin 13° nachmittags zurück gekommen. Perfekt zum Wandern. Von Neuenahr bin ich zunächst bis nach Heppingen an der Ahr entlang spaziert und dann von Gimmigen auf dem Rundweg  25 bzw. A 2 bis zum Landskronerhof gelaufen und von dort zum Golfplatz, von da auf dem Weg A 2 bis nach Lohrsdorf und ab dort auf dem Rotweinwanderweg bis Neuenahr.

Los geht’s in Heppingen auf die Höhen.

 

 

 

 

 

 

Die Sonne am strahlend blauen Himmel bringt schon einige Bäume zum Blühen.

 

 

 

 

Erster Stopp auf der Höhe am Landskronerhof. Viele Möglichkeiten bieten sich hier für Wanderungen in fast alle Himmelsrichtungen. Hier kann auch im Eierhäuschen gleich noch etwas Nahrhaftes eingekauft werden. Nur einige hundert Meter weiter taucht der Köhlerhof auf, ein Golf-Club und -Gelände vom Allerfeinsten.
Die Golf-Freunde freuen sich über die Gelegenheit, an einem Tag mit perfekten Rahmenbedingungen ihren Sport betreiben zu können. Der nötige Abstand ist sportimmanent auch gegeben.

 

 

 

Es ist zwar Ende Februar. Aber der Rasen ist schon schön satt grün.

 

 

 

 

Auf dem Rückweg Richtung  Lohrsdorf

 

 

 

Von Lohrsdorf bis Heppingen sind links und rechts des Weges gut bestückte Weinberge zu sehen. In der Ferne sind auch schon die Rheinhöhen zu erkennen.

 

Beim Wandern an den Weinbergen entlang: ein Blick zurück auf die Landskrone
Die Heimersheim gegenüber liegenden Weinberge haben eindrucksvoll hohe Stützmauern, in die Stufen eingearbeitet sind, damit die Winzer zu  den Reben gelangen. Es ist kaum zu glauben, welcher Aufwand und welche enormen Anstrengungen der Herstellung von Wein vorausgehen.
Oh wie schön, auch in der Stadt sind die Frühblüher bei den Nachbarn zu sehen. Der Anblick verursacht Vorfreude auf den Frühling. Die Natur kehrt sichtbar zurück. Und hoffentlich verschwindet baldmöglichst der Virus, der uns alle sehr strapaziert.

 

Wochenend und Sonnenschein

Es ist fast zu schön, um wahr zu sein: vor rund einer Woche war es – am nicht stattfindenden Karneval – noch eiskalt im Ahrtal. Und nun – heute am 21. Februar 2021 sowie an den letzten Tagen der vergangenen Woche und auch in den nächsten Tagen noch – ist es strahlend sonnig und warm, heute nachmittag bis zu 17° (+!). Die Kraniche sind aus ihrem Winterquartier zurück, was an einem lautstarken Schwarm, der gestern über das Ahrtal flog, zu hören war.

Weiterhin ist die Freude nicht ganz ungetrübt in Bezug auf die aktuellen Corona-Inzidenzzahlen: im Kreis Ahrweiler ist die 7-Tage-Inzidenz am 19.2.2021 mit 78 Neuinfektionen weiterhin relativ hoch, d.h. immer noch in der Alarmstufe rot des Warn- und Aktionsplans RP. Die britische Mutation B.1.1.7 wurde von einem Labor in insgesamt 46 Fällen  festgestellt. Also sind weiter Achtsamkeit und Rücksicht gefordert.

Fastenzeit? Ich meine: in diesen schwierigen Zeiten, in denen auf ganz vieles und viele soziale Kontakte zwangsläufig verzichtet wird, muss nicht auch noch gefastet werden. Die Abstinenz in Bezug auf Parties, Geburtstagsfeiern, Kneipenbesuch, Kino, Theater, Museen, Restaurants, Reisen, Schwimmen, Tanzen, ist schon Entbehrung genug. Wir verzichten auf unser Vergnügen und schützen mit unserem Verzicht andere Menschen. Da müssen wir z.B. nicht noch Wein und Bier streichen. Wir können uns für unsere Zurückhaltung seit einer langen Pandemie-Strecke auch einmal selber loben. Nicht noch selbst kasteien! Und wer die Fastenzeit doch noch durchziehen will, kann auch Intervall-Fasten machen. Wir haben es ausprobiert (mit täglicher Essenspause von ca. 14 Stunden) und am eigenen Leib die Bestätigung erfahren.

Zum Aufwärmen erst einmal eine kleine Wanderung von Bad Neuenahr rauf zum Neuenahrer Berg (340m hoch) auf dem MKI-Weg. Schon recht sportlich für einen – allerdings auch als schwer eingestuften  – sog. Medizinischen Kurwanderweg.

Es ist alles gut beschildert. Und der Wald sieht auch sehr „aufgeräumt“ aus. Viele umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste und Baumfällungen, aber der Wanderweg ist gut begehbar.

Kreuz und quer liegen Äste und Bäume im Wald. Ein trockener Sommer und ein kalter Winter haben Spuren hinterlassen.

Schemenhaft zeigt sich durch das Bäume- und Äste-Gewirr hindurch schon das Ziel, der Neuenahrer Turm.

 

 

 

Blick durch den lichter gewordenen Wald von Neuenahr aus zur Ahrtalbrücke

 

 

 

 

Wie steil es den Berg hinaufgeht, kann man hier sehen. Und es ist ja auch ein Teilstück des Ahrsteigs, wie an der Markierung des Baums mit dem roten Vogel zu erkennen ist. Und es geht nicht einfach gerade aus, sondern freundlicherweise in Serpentinen nach oben.

 

 

 

Auf der Höhe des Neuenahrer Bergs wird der Wanderer eingeladen, sich auf einem Liegestuhl auszuruhen und wieder zu Kräften zu kommen.
Blick vom Burgturm (nach rund 60 Stufen „erklommen“) über Bad Neuenahr in die Ferne
Weiter geht es vom Berg hinunter nach rechts, der Markierung „Ahrsteig“ folgend weiter, am „Schwarzen Kreuz“ vorbei geradeaus weiter bis zum Wanderparkplatz, über die L83 ins Idienbachtal. Der Weg durch das Tal ist immer wieder schön. Erstes Grün zeigt sich schon in Form eines grünen Teppichs unter den bachnahen Bäumen. Diese Pflanzen soll es schon zu Zeiten der alten Römer gegeben haben.
Ende der Wanderung an der Straße am Johannisberg: fast auf der Höhe der Autobahn, aber schon auf der Höhe der Kapelle an der Landskrone.
Neugierig taucht mein „alter Bekannter“ auf und schaut, was ich so mache. Halt ein Foto von einem großen Laufvogel am Johannisberg.

Es war eine schöne, lange Wanderung (rund 13 km) und es wird langsam dunkel, Feierabend für alle!

Sonne satt und Eistage

Seit dem 4.2.2021 haben wir perfektes Sonnenwetter im Ahrtal mit strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag, aber es ist eiskalt. Auch noch morgens ist es frostig: am 9.2. in Neuenahr -10°, am 10.2. -9° und am 13.2. -8°. Nicht gleich so leicht auszuhalten, eigentlich auch kein Karnevalswetter für den Straßenkarneval. Insofern ist es vielleicht tröstlich, dass in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie der Karnevalszug ohnehin ausfallen muss.

Die Infektionszahlen – der aktuelle Stand vom 12.2. im Kreis Ahrweiler weist eine  7-Tage-Inzidenz von 72 Neuinfektionen aus – sind trotz aller Bemühungen immer noch zu hoch und müssen gerade im Hinblick auf die  besonders problematischen Mutationen des Virus weiter sinken. Also weiterhin Vorsicht und Rücksicht. Der neue bundesweite Richtwert liegt nun bei der Reduzierung auf 35 Infektionen. Und wir sind auch mal wieder in der Lockdown-Verlängerung.

Damit dennoch aber etwas Freude in der ausgebremsten Session aufkommt, gibt es in Sachen Karneval trotz allem viele – hygienisch unzweifelhafte – Angebote. Da ist neben den zahlreichen Karnevalssendungen im Fernsehen auch z.B. ein kleiner Trost für die ausgefallenen Mädchensitzungen oder die vergänglichen Liebesschwüre an Weiberfastnacht: ein Rosé-Sekt der Marke „Alaaf you“ von Dagernova.

Und was gibt es Neues in Neuenahr: ach  ja, die Kurgartenstraße ist für Autos wegen Baumaßnahmen nicht passierbar, statt dessen muss der Weg über die Telegrafenstraße genommen werden – aber nur nach rechts, nach links in die Lindenstraße kommt auch kein Auto mehr rein.

Aber es tut sich Spannendes am Bahnhof in Neuenahr, jetzt auch am Bahnhofsgebäude selbst: es wird kräftig gearbeitet.  Das wäre schön, wenn der Bahnhof aus Kaiserszeiten auf seine alten Tage schöner würde und uns vielleicht sogar mit einem Warteraum und einer Restauration erfreuen könnte.

Keine Durchfahrt ist in Neuenahr jetzt über die Kurgartenstraße und von der Lindenstraße aus möglich – ups!
Großer Bahnhof – großes Gerät und große Aktivitäten am Bahnhof in Neuenahr: wir sind gespannt!
Am 11.2.2021 Weiberfastnacht  (fast) allein zu Haus (schluchz!). Ein kleiner Jeck und die köstlichen Muzenmandeln helfen ein wenig über den Kummer hinweg.
Am Samstag – 13.2.2021 – haben wir mal wieder Anlass für eine schöne ausgedehnte Wanderung bei strahlendem Sonnenwetter: von Neuenahr an der Ahr entlang bis nach Heppingen, weiter nach Gimmigen und (immer der Route MK II – mit roter Markierung – folgend) aufwärts zur Landskrone. Die gute Idee hatten eine Reihe anderer Wanderer auch, aber es gab ja auch reichlich Platz bzw. Wanderwege en masse in alle Richtungen..
An der Ahr waren zauberhafte Gebilde aus Wasser entstanden, viele Spaziergänger fotografierten die „Eis-Kunst“.
Immer wieder überraschend: die vielen Gebilde in ihrer vergänglichen Schönheit
Ein kleiner feiner „Eisberg“ in der Ahr
Wie eine Glasharfe – aus Eis gebildet
Hier in Gimmigen geht es über den Wirtschaftsweg hinauf zur Landskrone, mit sanften Steigungen.
Es ist nicht mehr weit bis zur weiten Aussicht.
Das erste Ziel ist erreicht: die Maria-Hilf-Kapelle (Marienkapelle) auf lichter Höhe über dem Tal. Zwar geschlossen, aber nicht immer: zu besonderen Anlässen wie Ostern – hoffentlich auch in Zukunft wieder – wird hier die Messe gefeiert.
Weiter geht es auf romantischen Waldwegen an den verbliebenen Teilstücken der Landskrone-Burg vorbei aufwärts. Schön für romantik-empfängliche Verliebte, spannend für die Kinder auf Ritters Spuren.
Geschafft – angekommen am Gipfelkreuz. Gipfelstürmer muss man hier nicht sein, eigentlich kommt hier jeder nach oben.
Ein weiter Panoramablick über das Ahrtal von der Landskrone aus
Von oben auf dem Bergplateau der Landskrone schaut man auf den Sport-Flughafen der Bengener Heide und zur Grafschaft.
Und da fliegt auch was – frei wie ein Vogel in den blauen Himmel. Am Flugplatz gibt es heute viele Starts  – gute Sicht und ruhiges Wetter und Wochenende. Da passt doch alles!
Zurück geht es vom Berg hinunter, über viele Stufen zur Straße in Gimmigen und dann noch ein Stück auf dem Rotweinwanderweg unter der Autobahnbrücke bis zum Schwertstal.

Bad Neuenahr hat viele Baustellen

Das Wetter ist gemischt, noch nicht sehr kalt, ein paar schöne Tage gibt es auch immer mal wieder als „Sahnehäubchen“ für uns, die wir auf das Ende des Winters und der Corona-Risiken geduldig warten. Die Inzidenzwerte im Ahrkreis sind vergleichsweise immer noch hoch mit einer 7-Tage-Inzidenz bis 5. Februar von 83 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, d.h. der Kreis ist weiterhin in der „Alarmstufe“ rot. Also noch keine Entwarnung, vielmehr ist weiterhin Vorsicht und Rücksicht geboten.

Aber es gibt auch viel „Konstruktives“ und so lockte ein Sonnentag Anfang Februar in Bad Neuenahr hinaus, diesmal nicht ins Grüne, sondern auf einen Baustellenspaziergang.

Das obere Teilstück der Unterstraße ist schon seit einiger Zeit für den Durchgangsverkehr gesperrt: umfangreiche Baumaßnahmen wurden und werden durchgeführt – Rohre und Leitungen wurden gelegt, die Straße soll auch noch ertüchtigt werden.
Die Kräne „vermehren“ sich quer durch die Stadt. Auch neben einem Ferienwohnungshaus wird mit großem Geräte-Aufgebot eine Baulücke geschlossen.
Planierraupe am oberen Ende der Unterstraße, Absperrgitter sichern eine weitere Tiefbaumaßnahme.
Einen erholsamen Kontrast zu der riesigen Kabeltrommel und den lautstarken Baumaßnahmen bietet der Blick auf die Landskrone in der Ferne.
Weiter ging es noch ein Stück hinauf zum Nachtigallenschlag. Hier ist das allerneueste Baugebiet in Bad Neuenahr zu sehen: am Nachtigallenschlag oberhalb der Straße am Johannisberg entstehen 43 Einfamilienhäuser und ein großes Mehrfamilienhaus. Vertriebsstart ist ab Spätsommer vorgesehen.
An der Mittelstraße zwischen dem ehemaligen Hotel Giffels „Goldener Anker“ und dem – derzeit leider auch geschlossenen – Hotel und Restaurant „Metzler’s“ wird schon seit einigen Monaten gebaut. Dort musste zunächst langwierig für eine abstützende Sicherung der benachbarten Hotelbauten gesorgt werden.
Weiterhin viel Arbeit gibt es an der Baustelle am und im Thermalbadehaus , wo nach einem Brand im vergangenen Jahr sehr viel Aufwand zur Sicherung und Trockenlegung sowie zur teilweisen Wiederinstandsetzung von Teilen des Gebäudes erforderlich war und ist. Blick auf die Rückseite an der Beethovenstraße
Die Ertüchtigung des Gebäudes ist weiter in Arbeit und wird durch eine Abdeckung geschützt. Zugleich soll zum angrenzenden Steigenberger Hotel ein Schwimmbad für zukünftige Hausgäste entstehen. An Arbeit besteht kein Mangel. Zu diesem mutigen zeit- und finanzaufwändigen Vorhaben des Betreibers kann ich nur sagen: Chapeau!
Im Thermalbadehaus ist vieles geschlossen, hier der gesperrte Zugang am linken Flügel. Zur rechten Seite sind einige Anbieter noch erreichbar – mit Ausnahme des Friseurs, der wie wir noch aufs Haareschneiden warten muss.
Wie im Großen zeigt sich auch im Kleinen im Thermalbadehaus der Reparatur- und Investitionsbedarf.
Und laufend wird immer noch Schutt abgefahren am Thermalbadehaus und werden Materialien angeliefert.
An der Kurgartenbrücke vor der evangelischen Kirche wird auch an mehreren Stellen gebaggert und gegraben. Fußgänger sollten darauf achten, immer eine Unterarmlänge Abstand zu den Fahrzeugen zu halten!
Die Baumaßnahme an der Hans-Frick-Straße mit 19 Eigentumswohnungen ist schon weit gediehen, die Garage „steht“ und es geht zügig weiter. Aber eine Straße weiter – ein Teilstück der Kreuzstraße – wird es wieder recht unübersichtlich: kein Auto kommt durch, nur vorsichtige Fußgänger kommen zum Ziel, es „regieren“ die Baufahrzeuge weiterhin und immer wieder mit neuen Einzelmaßnahmen.
Wo geht es denn hier lang? Jeden Tag sucht man sich seinen Weg.

Heute ist die Wendelstraße dran.

Hier geht es heute zum sog. Moses-Parkplatz für Fußgänger, mit „Vorfahrt“ für Baufahrzeuge.
An der Hauptstraße/Ecke Rathausstraße ist es heute auch schon wieder – nach drei Öffnungen und Schließungen mit  Baumaßnahmen auf dem  Fußgängerweg – unübersichtlich. Eigentlich wollte ich jetzt nur noch einen Fisch kaufen. Und das  ist hier gar nicht mehr so einfach.
Unsere Stadt soll schöner werden – unser Bahnhof auch. Der Bahnhofsvorplatz ist – noch ohne Bepflanzung aktuell – aufwändig gestaltet worden. Auch das alte Bahnhofsgebäude erhält z.T. eine Auffrischung. Für einen „richtigen“ Bahnhof fehlt aber noch einiges: z.B. ein Imbiss, ein Warteraum, vielleicht auch mal ein Schalterraum.
Das neue Wohnhaus an der Ecke Landgrafenstraße/Ravensberger Straße ist schon fast fertig und hat sogar schon ein Dach.

Neuenahr wächst …

Es gibt aber noch weitere Baumaßnahmen, auch z.B. im Kurpark, im Dahliengarten und im Kaiser-Wilhelm-Park in Vorbereitung der Landesgartenschau,  und noch einiges mehr.

Im Video: Der Neubau an der Hans Frick-Straße an der Stelle eines ehemaligen Parkplatzes wächst täglich zusehends, die Wohnungen dürften bei dem Tempo in naher Zukunft fertig werden.

Ein Frühlingstag im Winter

An der Ahr ist am 4.2.2021 überraschend der Frühling eingekehrt und hat sich auch noch am 5.2. gezeigt. Bei dem Wetter ließ sich gut eine etwas längere Rundwanderung von Bad Neuenahr über die Höhen nach Bachem und bis zur Lourdes-Kapelle und zurück unternehmen.

In Bad Neuenahr geht es von der Amseltalbrücke über die Ahr  geradeaus über die Straße und unter der Brücke der L83 durch und rechts den Rundweg-Hinweisen  MK (Medizinischer Kurwanderweg) 1 oder „Rundwanderweg 5“ folgend in  Richtung Bachem.
Auch an kleine Flieger ist gedacht: ein Dach über dem Kopf wird im Insektenhotel den geschätzten  Gästen geboten.
Blick von der Höhe über die Weinberge nach unten zum Ort Bachem und weiter nach Ahrweiler mit dem Kirchturm und seinen markanten Pfeilern im Tal.
Weiter Panoramablick über Bad Neuenahr, die Autobahnbrücke und die Landskrone bis zur anderen Rheinseite
Nach Bachem ist es jetzt nicht mehr weit. Für den Rückweg ist die Auswahl groß. Hier werden hier schon mehrere Optionen angeboten, wobei das Ahrsteig-Symbol speziell sportliche Wanderer auf diesem anspruchsvollen Weg leiten soll.
Zur Lourdes-Kapelle (bei der es auch einen Wanderparkplatz gibt) ist es jetzt nicht mehr weit – und für den Rückweg sind einige Wahlmöglicheiten nach Bad Neuenahr gegeben.
Die Lourdes-Kapelle wurde zum Dank und in Einlösung eines Gelöbnisses für die gesunde Heimkehr aus dem 2. Weltkrieg errichtet.
Zurück nach Bachem, an Wald und Wiesen vorbei. Noch ist es sonnig und warm – die beiden grasenden Vierbeiner sind eindeutig zu warm angezogen.
Erste Frühblüher zeigen sich schon. Oben auf dem Weinberg von Bachem wird ersichtlich auch schon gearbeitet.
Im Kurpark von Bad Neuenahr zeigen sich auch schon die frühen Schneeglöckchen im Schutz eines schattenspendenden Baumstamms.

Reichlich Wasser

Am 27.1.2021  war der Schnee an der Ahr fast ganz verschwunden. Mit einem kurzen sonnigen Intermezzo am 29.1.2021 war es nass und wechselhaft an der Ahr. So z.B. am 30.1.: morgens Regen, dann Schnee, dann wieder Regen. Ja, ist denn schon April? Die Ahr macht sich auch schon etwas breiter, ein Teil der Uferböschung steht im Wasser. Zum Glück wird aktuell aber keine Hochwasserlage erwartet. An Rhein und Mosel ist es allerdings kritisch: Hochwasserspundwände wurden schon vor Tagen an der Mosel angebracht, der Rhein führt Hochwasser und für die Schifffahrt wurden Auflagen und Einschränkungen festgelegt. Mit Sorge schauen die Menschen an Rhein und Mosel auf die steigenden Pegel, zumal weitere Regenfälle angekündigt wurden.

Die Corona-Pandemie hält uns weiter im Griff: die Inzidenz im Ahrkreis wurde am 29.1. mit einer 7-Tage-Inzidenz von 86 Neuinfektionen mitgeteilt. Das ist immer noch hoch. Geduld brauchen wir auch noch in Bezug auf den erwarteten Impfstoff. Rheinland-Pfalz nimmt unter den Bundesländern einen Spitzenplatz bei den Impfungen an. Aber wir sind auch noch am Anfang. Ein „Impfgipfel“ heute im Bundeskanzleramt mit den Länderchefinnen und -chefs und den betroffenen Pharmafirmen soll heute mehr Klarheit und Verlässlichkeit in Bezug auf die Impfstoff-Lieferungen schaffen.

Wanderung am 27.1. von Neuenahr auf dem Rotweinwanderweg und über die Höhen nach Ahrweiler. In der Ferne sieht man letzte Schneefelder oder Schneeflecken.

 

 

 

Bewegung muss sein. Wasserscheu sind wir nicht und dürften wir heute auch nicht sein, zuverlässig ganztags Dauerregen!

 

 

 

31.1. Wir haben wieder Schnee und einen wunderschönen Blick Am Johannisberg in Bad Neuenahr auf den verschneiten Wald.

 

 

 

Winterlandschaft wie aus dem Bilderbuch.

 

 

 

Jetzt ist die Zeit zum Winterwandern; über lange Strecken von der Ahr bis nach Bonn liegt Schnee auf den Bäumen und dem Waldboden.

 

 

 

 

Auch an der A 61 hat der Winter die Landschaften an der Autobahn verzaubert. Gut, wenn man der Beifahrer ist, dann kann man einfach nur die Schönheit des Winters im Wald schauen und genießen.

 

 

 

Winterzeit

20. Januar 2021:

Weihnachten zieht sich im Privaten und im öffentlichen Raum immer mehr zurück: der große Weihnachtsbaum in Bad Neuenahr auf dem Platz an der Linde ist schon abgeschmückt, in wenigen Tagen wird auch die Turmkerze auf dem Neuenahrer Berg-Turm abmontiert, täglich wird die Weihnachtsbeleuchtung weniger in der Stadt.

Erfreuen und erfrischen kann man sich aber reichlich an der frischen Luft, die  auch bisweilen Kälte und Sturm bringt. Am Mittwoch, 20.1.2021, habe ich bei Sonnenschein und später dunklen Wolken – mit einer freundlichen Begleitung als „Kleinstgruppe“ von zwei Personen – eine Wanderung von Neuenahr zum Rotweinwanderweg rauf auf die Landskrone unternommen. Dort grüßte uns die freundliche Aufforderung „Bleibt gesund“. Wir wollen dem gerne folgen. Zurück ging es dann zum und am Ahrufer nach Bad Neuenahr. Wir waren mittags losgegangen und an einem Werktag unterwegs – sozusagen antizyklisch in Bezug auf Sozialkontakte und mit Abstandhalten ganz von selbst: ohne Gäste an der Ahr und auch nur ganz vereinzelt mal jemand aus dem Ort. Das sieht am Wochenende, insbesondere wenn Schnee auf den Höhen liegt, natürlich anders aus.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gab es einen hörbaren dumpfen Ton auf unserem Balkon, wo unser Weihnachtsbaum in vollem Schmuck stand. Also was war passiert: eine einzelne kräftige Windböe ist einmal durch unseren Balkon gefegt, hat den Baum flachgelegt und die halbe Dekoration abgeräumt.

Mit Wind und gelegentlich Schnee bis ins Tal zeigt sich die Eifel derzeit voller eindrucksvoller und lebhaft wechselnder Wetterlagen.

23. Januar:

Die Sonne scheint, der Wald ruft, erst nachmittags wird es draußen ungemütlich: So habe ich von Neuenahr aus von der Straße Am Johannisberg,  dann rechts in die Idienstraße und von dort nach rechts auf dem asphaltierten Weg „Im Idienbachtal“ eine herrliche Winter-Wanderung   gemacht. Es ging entlang des Idienbachtals immer auf dem asphaltierten Weg bis über die Landstraße L83 zum Wanderparkplatz. Dort wird es derzeit etwas matschig auf dem Waldboden, aber noch gut zu gehen – in Richtung Steckenturm, am Neuenahrer Berg entlang und bis ins Amseltal herunter nach Bad Neuenahr. Die Maske – jetzt als FFP2- oder OP-Variante vorgeschrieben – muss man dabei haben, im Wald ist der soziale Abstand aber durchweg riesig: kaum Begegnungen, und wenn sind alle so freundlich und froh wie man selbst.

Wanderung auf die Landskrone mit Blick auf die Kapelle und einen guten Ratschlag, den wir gerne befolgen wollen. Herrliche Ausblicke ins Ahrtal und nach Neuenahr.
Bei der Rückkehr nach Neuenahr – mit Blick zum Kurhaus und zum Kurpark – kündigt sich schon ein rauer werdendes Wetter an.
Begegnung an der Straße Am Johannisberg auf dem Weg zur Wanderung ins Idienbachtal: auch ein großer Laufvogel freut sich über einen kleinen Besuch.
Hier geht es los bei der Wanderung entlang des Idienbachs. Viel Laubbaum-Wald und damit immer gute Sicht im Winter. Hier kann man nicht sagen, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.
Die Folgen von Trockenheit, Schädlingsbefall, Sturmschäden und anderes mehr zeigen sich deutlich in entwurzelten Bäumen und abgebrochenen Ästen. Der Wald hat sich sichtbar gelichtet. Zugleich sieht man, dass hier schon in großem Umfang forstliches Aufräumen stattfindet.
Auch hier ist schon gesägt und geordnet worden.
So ein großes imposantes Tal und so ein kleiner Bach – kleine Ursache, große Wirkung, wie so oft.
Und immer wieder scheint die Sonne durch – ein perfekter Wandertag an einem freundlichen Wintertag!
Unterwegs kreuzt der Ahrsteig den Weg. Hier kann man schon erkennen, was für ein anspruchsvoller Geländeweg der Ahrsteig ist. Man sollte ein geübter Wanderer sein. Man kann aber auch, wenn Corona nicht mehr den vielen tollen Veranstaltungen im Ahrtal im Weg steht, im Sommer eine Ahrsteig-Schnuppertour mit Führung machen.
Am Wegesrand kommt jemand angebraust:
Was für eine Begrüßung! Im vollen Feder-Ornat,  mit strahlend blauer Brust, mit königlicher Haltung und sichtbarem Stolz auf sich selbst präsentiert der Pfau das ganze Federkleid.
Der schöne Pfau gibt sich mit der perfekten Präsentation des Rads alle erdenkliche Mühe. Aber die Hühner denen nur ans Fressen.
Da dachte sich der Pfau wohl: dann lass ich es eben. Und schleppt sein mühsames  Feder-Kleid weiter frustriert durch die Voliere.
Die Schönheit des Waldes zeigt sich in vielen Formen, dem Wanderer erscheint es fast wie Natur-Skulpturen. Und keine ist wie die andere.
immer wieder eindrucksvoll, wie Bäume sich gestalten
Zurück an der Ahr zeigt sich, dass die Ahr immer noch sehr viel Wasser führt und die Uferböschungen im Wasser stehen. Die Enten schlagen sich durch wildes Wasser tapfer durch.
Von der kleinen Ente ist außer Kopf und Schwanz nichts mehr zu sehen. Sie schlägt sich aber wirklich tapfer.
Im Kurpark findet nicht mehr viel Statt derzeit außer Spazieren gehen. Zur Stärkung gibt es aber ein Zelt, das u.a. mit leckeren Waffeln für das Wohlbefinden sorgt.
Ein Tag später am 25.1.: es hat geschneit (hier auf der Autobahn-Ausfahrt Meckenheim/Merl). Auch wenn schon frühzeitig der Schnee auf der Autobahn geräumt wurde, ist es eine ansehnliche Winterlandschaft geblieben.

Baustelle Neuenahr und Wintergrüße

Wieder eine neue Verkehrsführung in Bad Neuenahr: die Kurgartenstraße ist wegen Baumaßnahmen gesperrt und hat an der Einmündung zur Mittelstraße wegen einer Fahrbahnreduzierung eine Verkehrsampel  bekommen. Die pfiffigen Fußgänger suchen sich ihren Weg selbst. Große Baumaßnahmen im und am Kurgarten sind unterwegs: neue Rohre und Leitungen werden verlegt, ein Kanal wird umgebaut (wofür auch ein Baum weichen musste), im Park und für die Landesgartenschau im nächsten Jahr sind einige bauliche Vorbereitungsmaßnahmen unterwegs. Und wenn das alles geschafft ist und die LaGa (hoffentlich erfolgreich) über „die Bühne gebracht“ worden ist, öffnet sich der Vorhang für die nächste Bühne: den Neubau der Kurparkliegenschaften mit der Rückkehr der Konzertmuschel-Bühne.

Das Corona-Geschehen im Kreis Ahrweiler ist trotz aller Bemühung, Vorsicht und Einsicht der meisten Menschen immer noch intensiv – mit zuletzt 110 Inzidenzwert auf 100 000 Personen in den letzten 7 Tagen gerechnet. Trotz allem ist der Wert noch hoch und liegt inzwischen noch höher als in Bonn. Am kommenden Dienstag wird es eine vorgezogene Debatte von Bund und Ländern über mögliche weitere Maßnahmen geben. Und natürlich müssen die bisherigen Regeln eingehalten werden.

Eine kleine Freude in schweren Zeiten ist, dass es noch lebendige Weihnachtserinnerungen gibt – mit den Weihnachtsbäumen auf einigen öffentlichen Plätzen und dem eigenen Weihnachtsbaum (wir können uns noch bis dran freuen, dass wir bei den letzten für die Abholung in Neuenahr sind, am 26.1. und damit fast bis Maria Lichtmess). Weihnachtlich (glänzet der Wald) ist es am heutigen Sonntag auch endlich in Neuenahr mit Schnee von den Bergen bis zur Ahr. Ein Sonntag zum Luft holen und Kopf frei kriegen.

Viel zu sehen gibt es in Neuenahr an der Kurparkstraße und im Kurpark. Große Baumaßnahmen kündigen sich an.
Während die letzten Weihnachtsdekorationen am Kurpark geräumt werden, steht schon der Bagger für weitere Räumungen bereit.
Man kann es sehen (und sogar riechen): hier muss erneuert werden.
Das ist schon eine richtige Baulandschaft.
Die Großbaustelle ist rundherum gesperrt und abgesichert.
Der Kanal am Eingang des Kurparks zeigt an einigen Stellen Ertüchtigungsbedarf.
In der Kurparkstraße wird der Rest der „Uferlichter“- Weihnachts- und Winterbeleuchtung abgefahren. Auf dem Transportwagen werden u.a. die Tannenzapfen-Gestelle fortgebracht.
Ahrvin, das LaGa-Maskottchen, wartet geduldig in der Vitrine der Tourist-Information auf seinen großen Auftritt im nächsten Jahr.
Kleiner Spaziergang am Mittwoch letzter Woche rund um den Kurpark in Bad Neuenahr.

Durch das Absperrgitter am Dahlienpark sieht man reichlich Erdbewegungen zur Neugestaltung zur LaGa im nächsten Jahr.

Auch wenn der Dahlienpark kräftig umgestaltet wird – in der Zwischenzeit blüht uns doch immer noch was Schönes, wie man sieht, sogar im Winter.
Es hat viel geregnet in der vergangenen Woche. So mancher Baum steht „mit dem Fuß“ im Wasser.
So breit und relativ wild wie die Ahr nach dem vielen Regen ist, verziehen sich die Enten lieber auf die grüne Wiese, erst recht wenn dann noch ein kräftiger Baumstamm im Wasser liegt.
Oh wie schön – am heutigen Sonntag morgen zeigt der Blick in den spiegelnden Geschirrschrank, dass es in Neuenahr doch noch Winter geworden ist.
Alle Dächer und die Berge weiß. Alles sieht aus wie neu und frisch gestrichen.

Und der Hausmeister hat sogar schon den Hof gefegt, dass sich nur keiner (vor lauter Begeisterung vielleicht) ein Bein bricht. Ein Lob auf den Hausmeister!

Und nun passt alles: es liegt Schnee,  unser Weihnachtsbaum hat den passenden Hintergrund und erfreut uns noch einmal. Es ist wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk.

Nicht vorbei und noch nicht vorüber

Weihnachten geht immer viel zu schnell vorbei, dieses Mal auch. Aber bei uns und den Nachbarn sind noch nicht die Lichter ausgegangen: es gibt noch Weihnachtsbeleuchtung, die das Herz erfreut. Ab dem 11. Januar 2021 werden in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Weihnachtsbäume abgeholt. Dem Angebot folgen wir ungern und dankbar.
Ein kleiner Trost in diesen Tagen: heute und morgen (9. und 10. Januar) kann man sich in Bad Neuenahr noch an den „Uferlichtern“ erfreuen.
Es kommen also dunklere Tage. Das bezieht sich weiterhin auch auf die Corona-Pandemie, die ungebrochen anhält. Im vergangenen Frühjahr, beim ersten Lockdown, war der Kreis Ahrweiler noch vorbildlich aufgestellt, mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 Neuinfektionen. Das war auch der Wert, der nach Erklärung von Virologen und Pandemie-Experten maximal akzeptabel war, um die Pandemie unter Kontrolle zu halten! Die Inzidenz-Werte haben sich seitdem erheblich nach oben und in die Breite entwickelt. Die Pandemie ist noch lange nicht vorüber. Wir sind weiterhin gefordert, die Eigenschaften der Geduld und Achtsamkeit zu pflegen, auch wenn die Werte im Ahrkreis vergleichsweise passabel, wenn auch inakzeptabel, sind: am 8.12.2020 eine 7-Tage-Inzidenz von 109 Neuinfektionen, am 18.12.2020 von 118, am 29.12. von 93, am 30.12. von 102, am 1.1.2021 von 88, am 3.1.2021 von 94, am 6.1.2021 von 84.
Zum Glück ist nun Impfstoff im Kreis Ahrweiler angekommen und das Landesimpfzentrum des Kreises Ahrweiler in Grafschaft-Gelsdorf kann endlich seine Arbeit aufnehmen. Zunächst stehen Impfungen in Senioreneinrichtungen und bei weiteren besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen an. Wer geimpft werden will, kann sich einen Impftermin bei der zentralen Terminvergabestelle des Landes Rheinland-Pfalz geben lassen: Telefon 0800 / 57 58 100 Und nicht ungeduldig werden, wenn es nicht gleich klappt, sondern weiter versuchen!

Es bleibt uns auch noch ein paar Tage nach Weihnachten Lichterglanz.
Heilig Abend und Silvester waren nass und grau, wie meistens. Am 4.1.2021 aber – ich sitze gerade am Laptop – wird es weiß, es spiegelt sich in unserem alten Schrank die Umgebung im ersten Schnee mit Puderzucker-Dächern.
Es ist nicht viel, der erste Schnee in Bad Neuenahr, aber immer wieder schön. Auf den Höhen der Eifel, besonders auf der Hohen Acht, fällt noch viel mehr Schnee und lockt viele (aus Sicht der Ordnungskräfte schon zu viele) an.
Der Ausblick auf den Johannisberg und seine verzauberte Waldlandschaft, alle Spitzen der Bäume weiß gepudert.

 

 

Der Winter hat auch den Neuenahrer Berg mit seiner Turmkerze verwandelt.
Ein Winterbild vom Neuenahrer Berg wie aus einem Märchenbuch.
Ein kleiner Winterspaziergang am Berg und zu St. Willibrord erfrischt den Körper und wärmt das Herz.

 

Jut dat du fott bis, 2020

Diesem Jahr wird kaum jemand nachweinen.

Dass dieses Corona-Jahr zu Ende geht und dass neue Hoffnung begründet ist, wird viele Menschen freuen. Es war ein Jahr mit Angst und Sorgen,  schweren Erkrankungen, Leistungs- und Erfolgsdruck für Mediziner, Forscher, Wissenschaftler, Pflegekräfte und viele andere mehr. Herausforderungen unbekannter Größenordnungen konfrontierten Eltern, Lehrer, Kinder, Betreuer, Schulen und Kitas mit immer wieder neuen Aufgaben, bei denen kaum Zeit blieb, sich darauf einzustellen. Improvisieren und – zusätzlich zu dem, was man ohnehin schon macht – irgendwie erledigen, trotz manchmal unguten Gefühls, war oft unvermeidbar.

Für Einzelhändler, Gastwirte und Restaurantbesitzer, Hotelbetreiber und viele andere musste in den verschiedenen Lockdowns das Geschäft ruhen,  große und kleine Unternehmen hatten – trotz immenser finanzieller Unterstützung in Deutschland – erhebliche Einbußen oder waren  sogar in der Existenz bedroht.  Auch für die Politik war das Jahr – angesichts zahlreicher unbekannter Aspekte der Pandemie – ein Jahr des Lernens, Steuerns und Korrigierens zugleich. Die Wirtschaft soweit möglich am Laufen zu halten, die Menschen vor der neuen Krankheit bestmöglich zu schützen und zugleich die Menschen möglichst von der jeweiligen Maßnahme zu überzeugen, das war eine Aufgabe riesigen Ausmaßes und eine Herausforderung auch für die Bevölkerung, die eine solche Pandemie in der Bundesrepublik noch nicht erlebt hatte. Dazu ständig wechselnde Regelungen für Schulen und andere Einrichtungen und für das Alltagsverhalten der Menschen mit Kontaktbeschränkungen, Hygiene, Abstand halten, Atemschutz.

Die Pandemie hat aber auch neue Einstellungen und Verhaltensweisen bei den Menschen hervorgerufen:  die Fähigkeit zum Ertragen unerwünschter Erfahrungen wie einer schweren Erkrankung, die Geduld und das Wartenkönnen auf medizinische Hilfe, die Befolgung von Anordnungen wie Kontaktbeschränkungen und Atemschutz-Masken, der achtsame Blick auf den Nächsten und ob es ihm gut geht, die Solidarität und Hilfsbereitschaft gegenüber anderen Menschen mit Einkäufen oder Fahrten zum Arzt und vieles mehr.

So verändert die Pandemie auch unsere Gesellschaft. Unsere Geduld werden wir auch noch brauchen in den nächsten Monaten, und unsere Resilienz bzw. Achtsamkeit für uns und andere Menschen sollten wir auch in Zukunft weiter behalten.

Es gab aber auch immer wieder jede Menge Lichtblicke, so z.B. wieder bei den „Uferlichtern“ in Bad Neuenahr, und neue Erfahrungen der Besinnlichkeit.

Seit Mitte Dezember 2020: die Ahr ist gestiegen, sie ist laut und wild.

 

Die Ahr ist sehr schnell unterwegs, sichtbar auch mit Stromschnellen. Ein paar junge Sportler haben sich unter der Kurgartenbrücke auch schon im Wildwasserpaddeln geübt.
Wie in einer alten Weihnachts-geschichte: Ruhe und Besinnlichkeit sind in Oberwinter eingekehrt.
Die ganze Ortsmitte in Oberwinter ist weihnachtlich geschmückt; überall ist Stille, niemand ist zu sehen.
Kein Auto, niemand zu sehen. Und die alten Fachwerkhäuser zeigen sich in ganzer Schönheit.
In Bad Neuenahr gibt es viel Verlockendes für „Süßschnäbel“ in der Konditorei. Der Zug bringt die süße Ladung – fahrplanmäßig!
In Bad Neuenahr ist der Weg zum Kurpark für Autos gesperrt. Fußgänger können sich entspannt auf die Uferlichter, die aber noch bis Mitte Januar zu sehen sind, freuen.
Uferlichter in Bad Neuenahr auch am östlichen Ahrufer.

 

Weihnachten in Sicht

Seit Mittwoch, 16. Dezember, haben wir eine merkwürdige Vorweihnachtszeit, die – bundesweit – von strengeren Corona-Regeln bis zunächst 10. Januar 2021 bestimmt ist. Der Kreis Ahrweiler hat lange Zeit pandemiologisch hinnehmbare Sieben-Tage-Inzidenzen gehabt: weniger als 50 Neuinfektionen in 7 Tagen. Das änderte sich aber im Oktober und November: am 24. Oktober 2020 wurde die 7-Tage-Inzidenz mit 60 Neuinfektionen überschritten, d.h. auch hier „Alarmstufe rot“. Gaststättenschließungen, Beherbergungsverbot, Veranstaltungsverbote, Absage von Weihnachtsmärkten, Ausweitung der Masken-Pflicht u.a. waren die Folge. im November und Dezember 2020 erfolgte ein rasanter exponentieller Anstieg der Corona-Fallzahlen im Kreis Ahrweiler auf 133 Neuinfektionen zum 24. November 2020. Jetzt sind die Fallzahlen etwas gesunken – auf eine 7-Tage-Inzidenz von 118 Neuinfektionen; das ist ein kleiner, aber leider noch viel zu kleiner Erfolg.

Auch in Rheinland-Pfalz gilt jetzt für die Einschränkung der Sozialkontakte:

Private Treffen sind auf max. 5 Personen (Kinder ausgenommen) aus max. 2 Haushalten begrenzt.

An Weihnachten – vom 24. bis 26. Dezember – gilt: zu einem Hausstand dürfen max. 4 weitere Personen aus dem engsten Familienkreis hinzukommen, selbst wenn dadurch mehr als 5 Personen oder mehr als 2 Hausstände zusammenkommen. Eine weitere Empfehlung der Landesregierung lautet, in der Woche vor Weihnachten (also jetzt) eine „Schutzwoche“ einzulegen durch eine Reduzierung der Sozialkontakte auf das absolut Notwendige, um das Risiko für die Familie beim weihnachtlichen Zusammentreffen noch weiter zu reduzieren.

In den bevorstehenden Festtagen sind wir alle gefordert, unseren – vergleichsweise kleinen, aber wichtigen – Beitrag zu leisten und damit uns und unsere Lieben zu schützen, um mit ihnen im nächsten Jahr wieder feiern zu können. Das schönste Weihnachtsgeschenk ist jetzt Rücksicht, Achtsamkeit und Geduld.

Das Virus nervt uns schon sehr. Es verletzt auch unseren Stolz, dass ein hässlicher Winzling uns und die ganze Welt im Klammergriff hält. (Reisen hilft da nicht, weil das Virus auch viel unterwegs ist und an unserem Reiseziel vielleicht schon angekommen ist.) Aber wir können, ohne uns dabei zu überanstrengen, einiges unternehmen durch die Beachtung von einigen Regeln, die bei uns zwar „harter Lockdown“ heißen, in anderen Ländern mit stärkeren Einschränkungen aber noch eher als leichte Übung angesehen würden. Bei uns geht’s doch noch, oder?

In diesem Sinne: Frohe, gesunde Weihnachten und  bis so bald wie möglich  wieder in vertrauter Runde.

Der November 2020 hatte viele Sonnenstunden und war recht warm (laut Meteorologen-Feststellungen der wärmste weltweit seit Wetter-aufzeichnungen und deutschlandweit der zweitwärmste November. Warm war es am 17.12. immer noch, gute Gelegenheit für eine kleine Wanderung in Bad Neuenahr hinauf zum Klarissenkloster und zur alten Königsfelder Straße. Auf Beten für eine weiße Weihnacht habe ich dabei verzichtet (Vorhersage: voraussicht-lich um 10°).
Bei Einbruch der Dunkelheit konnte ich mich auf einen Spaziergang im Märchenwald freuen. Wobei es sich eigentlich um den Kurpark in Bad Neuenahr handelt. Mit vielen Lichtinstallationen bis hin an das Ahrufer ist ein zauberhafter Märchenwald entstanden.

Eintritt frei, hereinspaziert in den Zauberwald!

 

Zauber-Pilze im Märchenwald und der Mond leuchtet von oben noch dazu
Die „Uferlichter“-Kugeln spiegeln sich über und an der Ahr im Abendlicht.
„Lichtgestalten“ erfreuen die Abendspaziergänger