Willkommen bei Radio Vino von der Ahr

Neuigkeiten und Impressionen aus dem Ahrtal, dem größten zusammenhängenden deutschen Rotweinanbaugebiet.

Mein Wein der Woche

ist zwar nicht wirklich der Impfstoff oder die Lösung. Er macht aber die anstrengende Corona-Lage und das Warten auf die Impfung leichter.

Es handelt sich um einen 2018er Spätburgunder Trocken, Deutscher Qualitätswein, Dagernova Weinmanufaktur, 0,75 l, 13,0% vol, Preis: 6,90 EUR, ab 3.12.20 wieder erhältlich bei Dagernova Bad Neuenahr und weiteren Verkaufsstellen.

Der Wein hat eine tiefrote Farbe, angenehme intensive Fruchtaromen, schmeckt nicht bitter wie Medizin, vielmehr leicht herb.

Und noch ein wichtiger, wenn auch nicht so ernsthafter Hinweis der Erzeuger: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie unsere Winzer oder Kellermeister.“

 

 

Mixed emotions

Mit dem Ende des Monats Oktober kommen die ernsten Gedenktage:

Es beginnt mit dem Reformationstag, jedes Jahr am 31.10., einem Feiertag der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zur Erinnerung an das Wirken von Martin Luther.

Am selben Tag – abends – findet auch Halloween statt, was aber alles andere als ernst ist, eher ein etwas gruseliger Spaß für die Kinder. Halloween soll aus Irland stammen und in keltischen Zeiten dazu gedient haben, böse Geister und Dämonen zu vertreiben.  Das wäre im Prinzip wohl in Ordnung. „Halloween“ soll (in nicht ganz richtiger Schreibweise)  den Vorabend von Allerheiligen – „All Hallows‘ Eve“ – bezeichnen.

Am 1. November findet dann Allerheiligen statt, das in einigen Bundesländern einschließlich Rheinland-Pfalz ein gesetzlicher Feiertag ist. Allerheiligen ist ein Gedenktag mit langer Tradition; in frühchristlicher Zeit schon war dies der Ehrentag aller Heiligen. Es ist nicht nur ein ernster, sondern auch ein stiller Feiertag: es sind u.a. keine öffentlichen Musik- oder Tanzveranstaltungen erlaubt. Diese Einschränkung kennen wir jetzt ja auch schon in einem anderen Zusammenhang.

Zum Teil schon an Allerheiligen, jedenfalls an dem Folgetag Allerseelen – 2. November – werden die Gräber der Verstorbenen mit Lichtern und Blumen geschmückt und finden weitere Andenken an die Verstorbenen statt. Wir sind auch Anfang November zum Grab unserer Eltern und zum Grab der Eltern einer lieben Freundin, die weit entfernt wohnt und nicht mehr kommen konnte, gegangen. Ihrer und unserer Eltern haben wir mit einem Blumengruß gedacht und dabei die schönen gemeinsamen Erinnerungen wieder lebendig werden lassen.

Jeweils 2 Wochen vor dem ersten Advent, in diesem Jahr am 15.11.2020, gibt es in Deutschland den Volkstrauertag. Dieser Gedenktag wurde nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt und soll an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnern. Der Tag mahnt zur Erhaltung von Frieden und den Einsatz zur Versöhnung.

Die ernsten Gedenk- und Feiertage werden am Sonntag vor dem ersten Advent mit dem Ewigkeitssonntag, umgangssprachlich „Totensonntag“, abgeschlossen. In diesem Jahr fiel der Ewigkeitssonntag auf den 22. November. Der Ewigkeitssonntag ist ein evangelischer Feiertag, mit dem an den Tod erinnert und die Hoffnung auf ewiges Leben bekräftigt wird. Auch dieser Gedenktag ist ein sog. stiller Feiertag, an dem öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen nicht stattfinden dürfen.

Nun sind diese ernsten Gedenktage in diesem Jahr vergangen und wir können uns wieder an den schönen Dingen erfreuen, wozu auch schon das Wetter im November zählte: Im Ahrtal gab es reichlich Sonne, freundliche Herbsttemperaturen und kaum einmal Regen (Mitte November stellten Meteorologen schon das Fazit: zu viel Sonne, zu viel Wärme, zu wenig Regen). Für uns aber beste Rahmenbedingungen zum Wandern, Spazieren gehen oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Und es ist jetzt auch „Licht am Ende des Tunnels“:

Z.B. die Lichter in der Stadt; so ist in Bad Neuenahr am Platz an der Linde ein riesiger imposanter Weihnachtsbaum aufgestellt – der Baum führt noch ein Schattendasein, wir dürfen aber ab morgen Beleuchtung erwarten. An der Kurgartenstraße können wir uns auf Advents-Schmuck und -Lichter freuen.

Es gibt konkrete Aussicht auf einen baldigen Impfstoff gegen Covid19.

Für die Zwischenzeit ist auch schon eine „Lösung“ gefunden worden, die das Warten erleichtern kann (s. „Wein des Monats“).

Nach den aktuellen Corona-Regeln bleibt uns vieles möglich: Einkaufen sowieso, nun auch Geschenke suchen, lokale Lieferdienste für Speis‘ und Trank, Erleichterung für die Feiertage für ein Weihnachten mit der Familie. Schöne Aussichten!

Von Neuenahr an den Rhein – rund um Rhein-Kilometer 627 nach Bad Breisig und Remagen mit meinem neuen ferrari-roten Pedelec

Fahrradtour bei frischem Wind und Sonne und Wolken im Wechsel

Rhein hat Niedrigwasser, dennoch reichlich Schiffsverkehr Magisch: die Strecke auf dem Rhein zur Andernacher Pforte
In Bad Breisig ist es noch warm genug für die Palmen, aber kein Mensch weit und breit Eine Fachwerk-Schönheit, das alte Zollhaus in Bad Breisig, aber heute niemand da, die Stühle gestapelt und warten auf’s nächste Jahr

Alles ruhig hier, aber schaut mal rechts auf die alten Hochwassermarken

Seit dem 17. Jahrhundert – keine Ruhe vor Hochwasser; auch dieses Haus hat viel erlebt und überlebt

Am Unterlauf der Ahr Mündung der Ahr in den Rhein – wenig Wasser, von der überdachten Holzbrücke aus gesehen

Zwischen Bad Breisig und Remagen- die Pfarrkirche Sankt Walburgis in Leubsdorf

In Remagen am Caracciola-Platz – zwar grau in grau, aber hier kann man trotzdem in Erinnerung schwelgen von den großen Erfolgen des hier geborenen Rudolf Caracciola, dem erfolgreichsten deutschen Rennfahrer des 20. Jahrhunderts

Es geht zurück nach Neuenahr – gemächlich und gemütlich, weil mein fabelhaftes Pedelec Unterstützung bei dem zunehmenden Gegenwind (von dem ich fast nichts bemerkt habe) geboten hat. In Neuenahr – nach 4 Stunden Fahrt – wird es schon dunkel; verschwommen sieht man am Platz der Linde einen riesengroßen Weihnachtsbaum, leider noch ohne Beleuchtung. Kommt bald noch ?!
Ein Vorgeschmack auf Weihnachten in der Poststraße Bei dem unüberschaubaren Angebot an glitzernden Weihnachtsartikeln kann mancher Mann schon ins Grübeln kommen.

Einfahren und Ausfahrt mit dem neuen Pedelec

Start in Bad Neuenahr an der Ahrallee, wo schon ordentlich Laub  gekehrt wurde Mit Sonnenschein geht es los auf die Ahrhöhen …
…kein Problem mit dem neuen Pedelec auf die Höhen zu kommen Ländliche Herbst-Idylle – und das direkt an der Autobahn, wie man einem geisterhaft vorbeirauschenden LKW entnehmen kann
Ein sorgenvoller Blick: bleibt es bis zur Rückkehr noch hell und sonnig? Reicht mein Akku für die Rückfahrt?  2 x Ja (der Akku hätte nach der Tour sogar noch 79 km durchgehalten) Unterwegs entlang der  Obstplantagen Richtung Remagen-Oedingen
Die Plantagen sind bestellt, die Vorarbeiten zum Schutz der Bäume erledigt. Schon wieder eine Pause. Bei bestem Wetter in herrlicher Landschaft zwischen Obstplantagen, Wiesen und Wäldern wird man den Tag auch mal in Ruhe genießen dürfen!

Weites Land und weiter Blick auf den Petersberg

Hier ging es selbst mit dem Pedelec nicht weiter. Also umkehren, Schiebehilfe einstellen und weiter geht es, an Birresdorf vorbei. Ein letzter Blick auf die Ahrhöhen gegenüber und dann geht es ab Nierendorf weitgehend auf der Landstraße weiter bis Heppingen.
Wieder zurück an der Ahr – nachdem wir uns von einem Radweg-Hinweis, der uns in Heppingen auf die Landstraße führen wollte, nicht haben verleiten lassen, sondern entspannt an den Ahr-Radweg gefahren sind. Dort haben wir das neue große Bauvorhaben der Ahrtal-Werke bestaunt, das schon kräftig in die Höhe gewachsen ist. Fazit: eine herrliche Rad-Tour über Höhen und Abfahrten mit viel Abwechslung. Und mein „e-bike“, das ich nach sorgfältigem Studium von 3 Gebrauchsanweisungen (Rad, Akku, Computer) fast gefürchtet hatte, ist mir richtig ans Herz bzw. an den H…..n gewachsen.

Goldener November

Der November ist eigentlich – natürlich bis auf den heutigen 11.11. um 11 Uhr 11 (schluchz! Karnevalisten wissen warum) – ein nicht sehr beliebter Monat. Aber dieses Jahr hat der November nicht mit seinen Reizen gegeizt, sondern in der Ahr-Region mit herbstlicher Farbenpracht und bestem Wander- und Radfahrwetter gepunktet. Ein kleinerTrost für uns, dass wir – nicht nur als Clowns – uns Karneval abschminken können.

Auch sind wir nun seit dem 2. November nach einem rapiden Anstieg der Infektionszahlen in einer zweiten Lockdown-Phase angekommen – mit zusätzlichen Einschränkungen wie Schließung aller Restaurants und Gaststätten, von Fitness-Studios, von Schwimmbädern und in Bad Neuenahr z.B. der Therme,  von Kinos,  Einschränkungen der zulässigen Personenzahl für ein Treffen im öffentlichen Raum, Entfallen von Freizeit- und Unterhaltungsveranstaltungen, Maskenpflicht auch in den Innenstadt-Kerngebieten von Freitag bis Sonntag, Ausfall der beliebten geführten Terrainwanderungen in der Ahr-Region und vieles mehr. Allerdings heißt es jetzt richtigerweise Teil-Lockdown, weil trotz der Einschränkungen im Vergleich mit einigen anderen Ländern mehr Freiheiten noch gegeben sind: Wir können aus dem Haus und einkaufen wo wir wollen, können mit den Kindern rausgehen, können uns zumindest in kleinem Rahmen mit Freunden treffen, mit einer Freundin einen Shopping-Bummel machen, zum Friseur gehen, wir können joggen, walken oder einfach nur spazieren gehen.

Trotzdem kann einen die ganze Pandemie noch halb verrückt machen. Aber es gibt gute Gründe für die aktuellen Restriktionen in unserer Region: während noch zum 15. Oktober 2020  im Kreis Ahrweiler nur 48 bestätigte Infektionen und ein geringer Infektions-Inzidenzwert (Neuinfektionen in 7 Tagen auf 100.000 Personen) von 18 festgestellt wurde, ist inzwischen auch die Ahr-Region mit Alarmstufe tiefrot als Corona-Gebiet gekennzeichnet und ist zum 10. November 2020 die Zahl der bestätigten Neuinfektionen auf 404 Infektionen angestiegen und der Infektions-Inzidenzwert auf 147 hochgeschnellt. Auch wenn Covid19  scheinbar endlos dauert, gibt es jetzt auch neue Hoffnung: (neben anderen Herstellern) hat ein rheinland-pfälzisches (!) Gesundheitsunternehmen (Biontech) einen Impfstoff entwickelt und in großem Umfang in Testreihen geprüft – mit dem Ergebnis, dass in Kürze ein Zulassungsantrag vorgelegt werden soll, der wie immer dann noch mit der erforderlichen Genauigkeit auf seine Einsetzbarkeit geprüft wird. Das „rettende Land“ kommt in Sicht.

Und was wir sonst so machen: Wandern und Radfahren in der schönen Heimat, Weine probieren (zuhause) – kann man vielerorts im Ahrtal kaufen und dazu auch noch Beratung bekommen, mit neuen Rezepten selber kochen, so gestern nach einem vegetarischen Rezept von Christian Rach – gebratene Blumenkohlröschen mit einer Orangen(Saft gepresst und Schale gerieben)-Harissa-Eigelb-Olivenöl-Vinaigrette), was eine köstliche Entdeckung war. Dann haben wir um die Erstattung der Kosten einer stornierten Reise (sieht gut aus, die Reise wäre mir aber lieber), Keller aufräumen, Telefonieren und Skypen mit Familie und Freunden wie die Weltmeister, alle aus Zeitmangel bisher ungelesenen Bücher, die wir immer einmal lesen wollten, lesen.

Und eine schöne gebratene Martinsgans aus Altenahr (Gasthaus Assenmacher), fertig gebraten vom Profi und begleitet von Klößen mit braun geschmälzten Semmelbröseln, fein gewürztem Rotkraut und Apfel-Beeren-Maronen-Beilage. Alles fertig, zuhause nur 10 Minuten nachwärmen und genießen!

Es gibt so viele gute und hervorragende Lieferdienste bzw. Abholdienste, dass man auf gute Küche zu fairen Preisen nicht verzichten muss.

Auch beim Shopping ist es jetzt eine gute Gelegenheit, bei dem großen Angebot und den reduzierten Preisen.

Das ist  besser als  Paketdienste: günstige Angebote für die Kunden und zugleich ein Stück „Überlebenshilfe“ für die Anbieter vor Ort, die klassische win-win-Situation.

Fast leere Einkaufsstraßen in Bad Neuenahr, neuerdings mit Maskenpflicht am Wochenende Über der Poststraße in Neuenahr ein Himmel aus Wattebäuschen
Mit Sorgfalt und Vorfreude wird die Martinsgans tranchiert Auch spät abends noch ein Ruheplätzchen mit Licht am Weinberg in Walporzheim
Wie hier zu sehen ist beim „Vinetum“ in Walporzheim oder z.B. bei der Dagernova in Dernau oder Neuenahr oder der Winzergenossenschaft in Mayschoss gibt es viele Möglichkeiten, den Wein seiner Wahl zu erwerben.
Ein Blick auf die Höhen der Weinberge zeigt, dass es – auch nach der Lese – immer noch etwas zu tun gibt Kaum zu übertreffen: die Bilder, die die Natur selber malt
Ein Landschaftsbild, wie von dem Maler van Gogh geschaffen Abendliches Jogging-Vergnügen an der Ahr

 

Unsere Herbst-Wanderung – ein Traum

Es war ein traumhaft schöner Wandertag am vergangenen Mittwoch 28. Oktober 2020 – und zugleich die vorletzte Terrainwanderung mit einer Wanderführerin von Bad Neuenahr:

Nach der nächsten und zugleich letzten Terrainwanderung am  1. November 2020 wird vorerst keine Terrainwanderung stattfinden. Damit soll den coronabedingten neuen hohen Sicherheitsanforderungen auch im Rahmen unseres schönen Sports Genüge getan werden und unser aller Gesundheit geschützt werden.  Infektionen sollen weitestmöglich  ausgeschlossen werden.

Ich danke ganz herzlich den Organisatoren der Terrainwanderungen und ganz besonders unseren hoch geschätzten Wanderführer*innen für die wunderschönen Touren durch eine ebensolche Landschaft.

Bleibt gesund, wir passen auch gut auf uns selbst auf und hoffen, dass es zur Belohnung in nicht zu weiter Ferne eine Wiederaufnahme des Terrain-Touren-Programms gibt.

Man kann den Ahrtal-Newsletter abonnieren und darüber erfahren, wann das Programm wieder aufgenommen wird.

Die Wälder werden natürlich nicht zugesperrt, die Haustüren nicht verschlossen. Wanderungen oder Spaziergänge auf eigene Faust bzw. zu zweit sind nicht verboten. Und wie schon länger gilt AHA dafür weiterhin.

Und hier noch meine Bilder von der letzten Terrainwanderung mit Christine:

Die Wanderung am 28. Oktober 2020 startete in Bad Neuenahr und führte durch den Kaiser-Wilhelm-Park, Am Johannisberg, über die Idienstraße unter der Ahrtalbrücke Richtung Heimersheim. Natur und Technik dicht beiander: während über der Autobahnbrücke der LKW-Verkehr rauscht, spazieren wir gemütlich an den Wiesen entlang.

 

Während sich die Weinberge in vielen Farben darstellen – was von der Rebenart abhängt und nicht etwa von der Alterung der Blätter – wächst schon kräftig der Winter-Raps heran. Die XXL-Bank beim Ahr-Steig ist, hat man sie einmal erklommen, sehr komfortabel.

Auch die Weitsicht wird gesteigert.

Der Blick reicht weit bis über den Rhein. Frisches Futter satt:  frisches Grün und ein paar Äpfelchen sind ein vegetarisches Fest-Fressen.
Viel frische Luft und ein Eifel-Himmel mit Wolken wie aus dem Bilderbuch.

 

Auch hier verzaubert der Herbst wieder die Äcker und Berge mit den  Farben des Herbstes.
Auch hier findet sich eine Orientierungshilfe für den Solo-Wanderer ohne Navi und Karte oder auch schon ein Vorschlag für die nächste Wanderung.

Am Rodder Maar

Nicht weit von Königsfeld befindet sich die Burg Olbrück und das Rodder Maar. Am 26.10.2020 haben wir einen Ausflug zum Rodder Maar unternommen. Einige – wetterfeste – Wanderer haben wir noch getroffen. Die Region rund ums Rodder Maar ist wirklich ein Wanderparadies und Naturgenuss mit vielfältigen Wander-Möglichkeiten. Das Wetter war herbstgemäß gemischt, aber mit vielen warmen Lichtblicken bei Sonne und Wolken im Wechselspiel.

 

 

 

Vielfarbig der Herbst auch hier!  So lässt es sich gut aushalten – mit einem erfrischenden Getränk und Sonnenwärme durch die Fensterscheibe.
Und – was muss, das muss – auch hier natürlich mit der Dokumentation der Gästedaten, um seinen kleinen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten.

Im Rausch der Herbstfarben – Wanderung nach Königsfeld

Am 21. Oktober 2020 führte die Wanderung von Neuenahr – steil den Burgweg hinauf, über die L83  hinüber und westlich vorbei am Neuenahrer Berg und an Paradieswiese und Kletterpark –  durch Wälder, Wiesen und über die Höhen nach Königsfeld. Mal wieder ein Traum-Wanderwetter! Der Wald zeigte sich in vielen Farbtönen so bunt wie nur im Herbst zu erwarten.

 

 

Der Weg wurde uns Wanderern nicht lang. Immer wieder gab es neue und weite Ausblicke.

 

 

Das Ziel Königsfeld war bald erreicht. Kirche und Burg strahlten bei schönstem Sonnenschein.

Eine Einkehr war zwar nicht nötig, aber möglich.

Wie aus Gold leuchten die Blätter mancher Bäume.

 

Auch in Königsfeld finden sich viele Angebote für Wanderer und Hinweise auf Sehenswürdigkeiten. Für Abwechslung im Ort und in der Natur ist also gesorgt.
Der Bauer ist bald mit allen Arbeiten, die im Herbst zu erledigen waren, fertig und kann mit sich und seiner Arbeit zufrieden den Traktor nach Hause bringen.

Dahlien und LAGA

Die LAGA (Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler ab April 2022) wirft allmählich ihre Schatten voraus.

 

 

 

Der Dahlienpark in Neuenahr ist – nachdem alle Dahlien verblüht sind bzw. soweit noch nicht verblüht an Blumenfreunde verschenkt worden sind – geräumt worden, um die Neugestaltung schon mit Blick auf die Gartenschau vorzubereiten. Leider ist der Park nun gesperrt – aber schließlich muss hier ja nun mit schwerem Gerät gearbeitet werden.

Na denn, gutes Gelingen! Man darf gespannt sein.

Wanderung rund um Dernau

Die geführten Terrainwanderungen von Bad Neuenahr sind immer wieder ein Vergnügen: in überschaubarer Gruppe freundlicher Wanderer und Wanderinnen geht es auf bekannten und geschätzten und auch bisher unbekannten Wegen kreuz und quer durch das Ahrtal. Am 14. Oktober 2020 eine Wanderung rund um Dernau (7 km Länge, 180 Höhenmeter).

 

 

Steil bergauf zum Weinberg bis scheinbar in den Himmel. So steil musste unsere Wandergruppe aber nicht laufen.

Bei angenehmem Wanderwetter (jedenfalls nicht zu warm) waren wir rund um Dernau unterwegs. Ein Stück weit auf dem Rotweinwanderweg, über den Bergpfad und an der Mosesquelle vorbei nach Dernau zurück.  Kein weiter Weg, aber mit vielen abwechslungsreichen Eindrücken.

Die Auswahl der Wanderwege ist – wie immer – groß. Mit der erfahrenen Wanderführerin lassen sich aber auch Pfade abseits der breiten Wanderwege erkunden. Nach der leichten, entspannten Wanderung ist eine Einkehr zwar nicht zwingend notwendig, ist aber doch ein verlockendes Angebot – und schon wird die Gangart noch etwas schneller.

Sonne und Schattenseiten

Am 1. Oktober war es sonnig und warm in Bad Neuenahr und lockte noch manch einen zum Spaziergang. Ganz gemächlich unterwegs ließen sich die vielleicht letzten Sonnen-strahlen genießen.
Gegen Abend lockte es nur noch die Sportlichen an die Ahr und auf die Sinnesbänke. Die Abendsonne spiegelte sich in der Ahr, im Hinterrgrund ist das das Kurhaus zu sehen.
Am 21.9.2020 schreckte am späten Abend ein Großbrand beim ehemaligen Thermal-Badehaus in Neuenahr mit Rauch und Feuer auf.

 

 

Die zunächst unbemerkte Brandausbruchstelle wurde schließlich in einer Zwischendecke des Badehauses lokalisiert. Außerhalb war ein Flachdach des Thermalbad-Neubaus angeschlossen, wo am vormittag Dachdeckerarbeiten stattfanden.
Die Kriminalinspektion Mayen hat die Brandursache eingehend ermittelt: danach hat die Hitze bei den Dach-deckerarbeiten eine vor Jahrzehnten oberflächlich geschlossene Wandöffnung freigelegt. An dieser Öffnung mündete ein altes Abluftrohr mit altem Füllmaterial, das sich im weiteren Verlauf entzündete, in die Außenwand. In der weiteren Folge entwickelte sich ein zunächst unbemerkter Schwelbrand, der sich am späten Abend zu einem  Schwelbrand entwickelte. Die Kriminalinspektion teilte mit, dass das Schadensereignis für alle Beteiligten nicht absehbar war und die Sicherheitsbestimmungen eingehalten wurden.

Noch in der Nacht und weiter in den folgenden Tagen wurde mit einem Großaufgebot von Feuerwehr, THW und weiteren Kräften der Brand und seine Folgen erfolgreich bekämpft. Der Betrieb der Arztpraxen und weiterer Einrichtungen im Thermal-Badehaus ist weitgehend wieder aufgenommen worden. Das Fitness-Studio allerdings hat, was viele Nutzer bedauern, die Pforten doch geschlossen.

Eifel-Ausflug

Am 11. Oktober 2020 gab es Geburtstagsgeschenke für mich: ein wunderschöner Herbsttag mit viel Sonne und eine Ausfahrt mit großem Bus und – situationsbedingt – wenigen Gästen durch die Eifel, Ziel: Burg Rheinfels und Vulkan-Brauerei. Ein Besuch auf der riesigen Burg Rheinfels (die als zweitgrößte Festungsanlage in der Region nach Ehrenbreitstein gilt) hoch über dem Rhein und St. Goar hat uns begeistert. Mit einem geschichts- und ortskundigen Burgführer haben wir eine Wanderung durch die Burg und ihre Geschichte unternommen.
Es gab herrliche Ausblicke über das weite Land und Details der Burg-anlage. Und natürlich jede Menge Eifel-Herbst-Wolken, alle paar Minuten andere.

Die Burg hatte früher noch größere Ausmaße als die große Anlage, die man heute noch sehen kann. In historischer Zeit beherbergte sie zeitweise rund 7.000 Bewohner und war mit allem Lebensnotwendigem – Soldaten, Wasser, selbst gezogene pflanzliche und tierische Lebensmittel ausgestattet.

Selbstverständlich gibt es bei der Burg (in der Schänke und im Restaurant) auch köstlich‘ Speis‘ und Trank wie bei den alten Rittern üblich.

Gemischte Nachrichten von der Ahr

Glück, Unglück, schöne Aussichten und eine tolle Überraschung erwarteten uns in den letzten zehn Tagen an der Ahr.

Wenn auch vieles ausfiel – einschließlich der klassischen Weinfeste – wegen der Corona-Risiken, so wurden doch einige Traditionen fortgeführt, u.a. die Oldtimer-Rallye „Ahr Rotwein Klassik“  für Automobile bis Baujahr 1989. Start und Ziel der touristischen Ausfahrt der Oldtimer am 19. September 2020 war der Kurpark in Bad Neuenahr – und das bei bestem Spätsommerwetter. Zwar ohne Publikumsbeteiligung, aber einen Blick in den Kurgarten oder auf die über die Kurgartenstraße anrollenden „Schätzchen“ konnte man doch erhaschen. So viele liebevoll gepflegte Schönheiten konnten schon die Zuschauer ins Schwelgen bringen, zumal sich einige an ihre entsprechenden eigenen Fahrzeuge erinnern konnten.  So ging es mir auch beim Blick auf einen „Käfer“: Mein erstes Auto beim Kauf mit 19 Jahren, das Auto gerade mal vier Jahre jünger als ich, ein „Käfer“ mit ausgewechseltem Motor schon mit 34 PS unterwegs, java-grün, sehr bewegliches, kleines Lenkrad aus afrikanischem Holz, tiefergelegt, mit Distanzscheiben, starkes Blech mit durchgehenden Schweißnähten, von meinem Vorgänger auch schon mit  Rallye-Erfahrung, war die Liebe meines Lebens auf vier Rädern. Wir haben dem Auto neben der Alltags-Nutzung auch die Gelegenheit gegeben, Reise-Erfahrungen zu sammeln: in Skandinavien, Frankreich, Spanien, Österreich, (damals) Jugoslawien. Und fast nie hat uns das Auto im Stich gelassen. Und wenn doch, konnte man vieles mit „Bordmitteln“ (Haarklammer, Nylonstrümpfe, Kordel) machen, notfalls an irgendeiner Tankstelle einen Auto-Liebhaber um Hilfe bitten.

Am 11. Oktober 2020 wird es nach vielen Jahren der Entbehrung auch endlich wieder ein Formel 1 -Rennen auf dem Nürburgring geben. Leider nur mit wenigen, in Corona-Zeiten schon recht vielen, Zuschauern: 20.000, diese auch nur mit Voranmeldung.

Nur zwei Tage nach der Oldtimer-Rallye gab es einen Feuer-Großalarm in Bad Neuenahr: Gegen 22:39 Uhr  am 21. September 2020 kam es in einem Zwischengebäude des historischen Thermalbadehauses und des Sanatoriums zu einem Brand, der sich auf das ganze Zwischengebäude ausweitete. Es bildete sich starker Rauch, der bis in den nächsten Tag noch zu sehen und weithin zu riechen war. Die Feuerwehr war in kürzester Zeit zur Stelle. Es gab zahlreiche Glutnester in den Zwischendecken des Gebäudes, das Feuer fraß sich weiter durch, und es mussten umgehend weitere Feuerwehren und Hilfskräfte angefordert werden. Schließlich waren aus dem gesamten Umland insgesamt 26 Feuerwehren im Einsatz. Neben den eigenen Einsatzmitteln wurden alle erreichbaren Wasserstellen genutzt. Mit dieser schnellen Hilfe konnte schließlich der Brand gestoppt werden. Weitere Einsatzkräfte blieben die Nacht über vor Ort zur Beobachtung eventueller weiterer Risiken. Den ganzen Folgetag waren die Einsatzkräfte beschäftigt, zur Untersuchung und Sicherung der Brandfolgen – wie dem befürchteten Einsturz der Decke im Durchgang des betroffenen Gebäudes. Unter Einsatz von viel Wasser wurde die Sicherung des Gebäudes erreicht. Nun sind seit einigen Tagen Fachkräfte zur Beseitigung des Löschwassers und Räumung  der beschädigten Ausstattung.

Die genaue Ursache des Brandes, auch durch die Polizei, die  eine Brandstiftung aber nicht annimmt, wird untersucht.

Derzeit ist das Thermalbadehaus gesperrt, es soll aber sobald wie möglich auch eine Wiedereröffnung der Arzt-Praxen geben.

Und nun zu den schönen Momenten:

Es gibt Unterhaltung, Genuss und Sportvergnügen immer noch reichlich im Ahrtal:

Die „Ahrtaler Weingärten“ – statt großer Weinfeste, die es dieses Jahr nicht geben kann – bieten reichlich Gelegenheit, die guten und besten Ahrweine zu probieren und mit den Winzern das Ende der Weinlese zu feiern. So z.B. in Straußwirtschaften, Weingütern, Weinrestaurants oder bei den Genossenschaften Mayschoß/Altenahr, Dagernova, Ahrweiler Winzerverein. Zu finden unter:

WWW.AHRTALER-WEINGAERTEN.DE

Wenn es, wie jetzt im letzten September-Drittel, etwas ungemütlich kühl und nass wird, hilft die Therme in Bad Neuenahr, s. www.ahr-thermen.de

Vorfreude auf die Zukunft  vermittelt auch der Image-Film zur Landesgartenschau Bad Neuenahr/Ahrweiler 2022, s. das beigefügte Youtube-Video.

Eine berühmte Band in Köln besang ihre Heimatstadt mit „Kölle, du bis een Jefühl“.

Für das Ahrtal könnte es heißen: Hier lässt sich’s leben, hier lädt die Landschaft ein, hier ist Geselligkeit. Ahrtal – Du bist ein Lebensgefühl

„Auf das Leben“!

Und noch eine schöne Überraschung für das Ahrtal:

Eva Lanzerath aus dem Weinanbaugebiet Ahr wurde am 25. September 2020 im Finale des Wettbewerbs die Deutsche Weinkönigin 2020. Sie überzeugte live in einem Wettbewerb, in dem auch eine Reihe angesehener Weinregionen vertreten waren, mit Fachwissen und Charme. Das war ein großer Erfolg, der sie mindestens eine Träne der Überraschung und der Freude gekostet hat. Sie wurde auch schon in ihrem Heimatort Walporzheim mit einem Umzug und einem Prunkwagen gefeiert.

Ganz herzlichen Glückwunsch an die Deutsche Weinkönigin, deren Wahl auch die Ahrregion mit ihren Weinen noch einmal geadelt hat!

Es blitzen und blinken die Oldsmobile im Kurpark. Nächtlicher Großalarm, Feuer, Rauch und Brandbekämpfung mit viel Wasser beim Brand im Zwischengebäude des Thermalbade-hauses in Bad Neuenahr
Mit zahlreichen Fahrzeugen waren Feuerwehren und THW am nächsten Tag noch im Einsatz. Rund um das historische Thermalbadehaus ist alles abgesperrt.
Wasserschläuche der Rettungskräfte rundherum um das Thermalbadehaus Wasser wurde in Massen benötigt und von allen erreichbaren Wassserstellen genutzt.