Gemischte Nachrichten von der Ahr

Glück, Unglück, schöne Aussichten und eine tolle Überraschung erwarteten uns in den letzten zehn Tagen an der Ahr.

Wenn auch vieles ausfiel – einschließlich der klassischen Weinfeste – wegen der Corona-Risiken, so wurden doch einige Traditionen fortgeführt, u.a. die Oldtimer-Rallye „Ahr Rotwein Klassik“  für Automobile bis Baujahr 1989. Start und Ziel der touristischen Ausfahrt der Oldtimer am 19. September 2020 war der Kurpark in Bad Neuenahr – und das bei bestem Spätsommerwetter. Zwar ohne Publikumsbeteiligung, aber einen Blick in den Kurgarten oder auf die über die Kurgartenstraße anrollenden „Schätzchen“ konnte man doch erhaschen. So viele liebevoll gepflegte Schönheiten konnten schon die Zuschauer ins Schwelgen bringen, zumal sich einige an ihre entsprechenden eigenen Fahrzeuge erinnern konnten.  So ging es mir auch beim Blick auf einen „Käfer“: Mein erstes Auto beim Kauf mit 19 Jahren, das Auto gerade mal vier Jahre jünger als ich, ein „Käfer“ mit ausgewechseltem Motor schon mit 34 PS unterwegs, java-grün, sehr bewegliches, kleines Lenkrad aus afrikanischem Holz, tiefergelegt, mit Distanzscheiben, starkes Blech mit durchgehenden Schweißnähten, von meinem Vorgänger auch schon mit  Rallye-Erfahrung, war die Liebe meines Lebens auf vier Rädern. Wir haben dem Auto neben der Alltags-Nutzung auch die Gelegenheit gegeben, Reise-Erfahrungen zu sammeln: in Skandinavien, Frankreich, Spanien, Österreich, (damals) Jugoslawien. Und fast nie hat uns das Auto im Stich gelassen. Und wenn doch, konnte man vieles mit „Bordmitteln“ (Haarklammer, Nylonstrümpfe, Kordel) machen, notfalls an irgendeiner Tankstelle einen Auto-Liebhaber um Hilfe bitten.

Am 11. Oktober 2020 wird es nach vielen Jahren der Entbehrung auch endlich wieder ein Formel 1 -Rennen auf dem Nürburgring geben. Leider nur mit wenigen, in Corona-Zeiten schon recht vielen, Zuschauern: 20.000, diese auch nur mit Voranmeldung.

Nur zwei Tage nach der Oldtimer-Rallye gab es einen Feuer-Großalarm in Bad Neuenahr: Gegen 22:39 Uhr  am 21. September 2020 kam es in einem Zwischengebäude des historischen Thermalbadehauses und des Sanatoriums zu einem Brand, der sich auf das ganze Zwischengebäude ausweitete. Es bildete sich starker Rauch, der bis in den nächsten Tag noch zu sehen und weithin zu riechen war. Die Feuerwehr war in kürzester Zeit zur Stelle. Es gab zahlreiche Glutnester in den Zwischendecken des Gebäudes, das Feuer fraß sich weiter durch, und es mussten umgehend weitere Feuerwehren und Hilfskräfte angefordert werden. Schließlich waren aus dem gesamten Umland insgesamt 26 Feuerwehren im Einsatz. Neben den eigenen Einsatzmitteln wurden alle erreichbaren Wasserstellen genutzt. Mit dieser schnellen Hilfe konnte schließlich der Brand gestoppt werden. Weitere Einsatzkräfte blieben die Nacht über vor Ort zur Beobachtung eventueller weiterer Risiken. Den ganzen Folgetag waren die Einsatzkräfte beschäftigt, zur Untersuchung und Sicherung der Brandfolgen – wie dem befürchteten Einsturz der Decke im Durchgang des betroffenen Gebäudes. Unter Einsatz von viel Wasser wurde die Sicherung des Gebäudes erreicht. Nun sind seit einigen Tagen Fachkräfte zur Beseitigung des Löschwassers und Räumung  der beschädigten Ausstattung.

Die genaue Ursache des Brandes, auch durch die Polizei, die  eine Brandstiftung aber nicht annimmt, wird untersucht.

Derzeit ist das Thermalbadehaus gesperrt, es soll aber sobald wie möglich auch eine Wiedereröffnung der Arzt-Praxen geben.

Und nun zu den schönen Momenten:

Es gibt Unterhaltung, Genuss und Sportvergnügen immer noch reichlich im Ahrtal:

Die „Ahrtaler Weingärten“ – statt großer Weinfeste, die es dieses Jahr nicht geben kann – bieten reichlich Gelegenheit, die guten und besten Ahrweine zu probieren und mit den Winzern das Ende der Weinlese zu feiern. So z.B. in Straußwirtschaften, Weingütern, Weinrestaurants oder bei den Genossenschaften Mayschoß/Altenahr, Dagernova, Ahrweiler Winzerverein. Zu finden unter:

WWW.AHRTALER-WEINGAERTEN.DE

Wenn es, wie jetzt im letzten September-Drittel, etwas ungemütlich kühl und nass wird, hilft die Therme in Bad Neuenahr, s. www.ahr-thermen.de

Vorfreude auf die Zukunft  vermittelt auch der Image-Film zur Landesgartenschau Bad Neuenahr/Ahrweiler 2022, s. das beigefügte Youtube-Video.

Eine berühmte Band in Köln besang ihre Heimatstadt mit „Kölle, du bis een Jefühl“.

Für das Ahrtal könnte es heißen: Hier lässt sich’s leben, hier lädt die Landschaft ein, hier ist Geselligkeit. Ahrtal – Du bist ein Lebensgefühl

„Auf das Leben“!

Und noch eine schöne Überraschung für das Ahrtal:

Eva Lanzerath aus dem Weinanbaugebiet Ahr wurde am 25. September 2020 im Finale des Wettbewerbs die Deutsche Weinkönigin 2020. Sie überzeugte live in einem Wettbewerb, in dem auch eine Reihe angesehener Weinregionen vertreten waren, mit Fachwissen und Charme. Das war ein großer Erfolg, der sie mindestens eine Träne der Überraschung und der Freude gekostet hat. Sie wurde auch schon in ihrem Heimatort Walporzheim mit einem Umzug und einem Prunkwagen gefeiert.

Ganz herzlichen Glückwunsch an die Deutsche Weinkönigin, deren Wahl auch die Ahrregion mit ihren Weinen noch einmal geadelt hat!

Es blitzen und blinken die Oldsmobile im Kurpark. Nächtlicher Großalarm, Feuer, Rauch und Brandbekämpfung mit viel Wasser beim Brand im Zwischengebäude des Thermalbade-hauses in Bad Neuenahr
Mit zahlreichen Fahrzeugen waren Feuerwehren und THW am nächsten Tag noch im Einsatz. Rund um das historische Thermalbadehaus ist alles abgesperrt.
Wasserschläuche der Rettungskräfte rundherum um das Thermalbadehaus Wasser wurde in Massen benötigt und von allen erreichbaren Wassserstellen genutzt.

Radeln im Herbst

Der Herbst stellt den Sommer in den Schatten

Nach einem August, der an der Ahr von lebhaft wechselndem Wetter und auch Stürmen gekennzeichnet war, werden jetzt die Sonnen-, Sommer- und Freilufthungrigen von einem sommerlichen September entschädigt. Der Sommer in diesem Jahr war der dritte heiße Sommer in Folge. Seit Anfang September ist es im Ahrtal warm bis gelegentlich sogar heiß. Und die „Wetterfrösche“ sagen für die nächsten Tage bis zum 21.9.2020 jedenfalls weiterhin sommerliches Wetter voraus. Der September könnte, wenn es so weiter geht, für einen neuen Rekord sorgen. Jedenfalls sollte man jetzt noch den Spätsommer an der frischen Luft genießen mit Radeln, Wandern, Wein, Spazierengehen und Geselligkeit (letzteres mit dem gebotenen Abstand). Die zahlreichen Besucher, die jetzt die Angebote an der Ahr nutzen, verschaffen der Gastronomie und Hotellerie auch einen kleinen Ausgleich für die Corona- und wetterbedingten Einschränkungen der letzten Monate.

Viele Veranstaltungen sind abgesagt worden, so zuletzt die „Klangwelle“ 2020 im Kurpark Bad Neuenahr. Aber es gibt alternative Angebote, die auch ihren Reiz haben. So soll für die in diesem Jahr ausfallende Klangwelle zur kleinen Entschädigung und Vorfreude auf 2021 im Kurpark Bad Neuenahr ab Mitte Oktober eine Mini-Wassershow im großen Springbrunnen zu sehen sein. Die „WeinLounges im Kurpark“ sind verlängert worden bis Ende September. Unter www.ahrtaler-weingaerten.de finden sich viele Angebote rund um den Ahrwein – wie z.B. Weinproben und Weinwanderungen. Bei Winzern und in Straußwirtschaften kann man einkehren und probieren und Musik und Wein genießen, z.B. in „Kathinkas Weinstube“ in Ahrweiler am 18. und 19. September. Und dann gibt es auch schon den Federweißen von der Ahr. Und es gibt auch herausragende Weine zu entdecken: In einem Wettbewerb zum „Ahrwein des Jahres“ –  beste Spätburgunder des Jahres 2020 sind vor Kurzem die Siegerweine  ausgewählt und prämiert worden. Und hier gilt natürlich auch: Probieren geht über Studieren.

Bei einer sommerlichen Radtour am 13. September 2020 sind wir von Bad Neuenahr über Ahrweiler/Walporzheim, Altenahr, Mayschoß nach Hönningen gefahren. Wenig Steigungen, abwechslungsreiche Strecke mit Wein- und Wiesenlandschaften, Brücken und Tunneln, hin und zurück 53 km, die aber mit Einkehr in Altenahr und Hönningen gut zu schaffen war.

Gemütliches Radeln in der Ebene Blick auf die Burg Are in Altenahr
Stärkung und Entspannung in einer gemütlichen Wein-Laube „Zur Traube“ in Bad Hönningen-Süd, nur ein paar Verkehrslärm-Rowdies auf Motorrädern stören – silent biker wären angenehmer Blick auf die Wallfahrtskapelle Maria Geburt, Pützfeld

 

Sonnenblumen sind auch verblüht noch ein Hingucker Blick auf die wildromantische Saffenburg,
Der Weinberg an der Saffenburg – die Steillage und die sie bearbeitenden Winzer verdienen Respekt! Herbstliches Farbenspiel an den Weinreben bei Mayschoß
Schöne Aussicht auf den Wein des nächsten Jahres Am Mittwoch 16.9.2020 haben wir noch eine etwas kürzere, aber ebenfalls herrliche abwechslungsreiche Fahrradtour von Neuenahr nach Remagen unternommen. Eine fast mediterrane Idylle, bei Pizza und unter Oliven, so lässt sich in Muße der Spätsommer genießen.

Bewegung im Herbst

Am 2. September2020 hatten wir  wieder eine geführte Terrainwanderung: von Bad Neuenahr über Heppingen, den Landskronerhof (glückliche Tiere ansehen), Forsthaus Erlenbusch (Vorfreude auf die Weihnachtsbäume) zur Apollinariskirche herunter nach Remagen. Eine wunderschöne Wanderung bei ebensolchem Wetter. Bergauf über viele Stufen in Heppingen, auf die Höhen mit guter Fernsicht und herrlichen Ausblicken, von der Sonne gewärmt (oder auch erhitzt). Die Mühen lohnten sich jedenfalls.

 

 

Ein erster Blick auf die Apollinariskirche, wo sich schon viele Besucher – unsportlich – mit dem Auto eingefunden hatten Beim Abstieg vom Kirchberg schien die Sonne schon kräftiger und die Kirche strahlte mit einem azurblauen Rahmen.
Unterhalb der Apollinariskirche zeigte sich hinter dem Weinberg, in dem noch kräftig gearbeitet wurde, auch schon der Rhein. Der Schritt wird schneller zur Rheinpromenade hin, wo der Lohn der Anstrengung und der verdiente Durstlöscher warteten.
Stadtradeln ist aktuell in Bad Neuenahr ein Thema. Anlass – auch in Verbindung mit einem traumhaften sonnigen Herbsttag am 7. September 2020 – sich auf’s Radel zu schwingen und etwas für Gesundheit und Fitness und für das Klima (CO2 sparen) zu tun. Für’s Stadtradeln braucht man jedenfalls ein funktionsfähiges Fahrrad. So war nun auch ein guter Anlass gegeben für die längst fällige Reparatur der Gangschaltung. Also schnell nach Heimersheim zur Fahrrad-Reparatur.
Bei der Gelegenheit haben wir uns auch den Ort Heimersheim  angeschaut, wo es wirklich einiges zu entdecken gibt. So die spätromanische Pfarrkirche St. Mauritius aus dem 13. Jahrhundert. Die Kirche selbst ist eine Schönheit  und enthält in ihrem Innern auch noch weitere Sehenswürdigkeiten.
Das ist St. Mauritius in ganzer Pracht. Und nicht nur das historische Bauwerk ist eine Besonderheit, sondern auch der hohe Baum neben der Kirche: eine Säulen- oder Pyramideneiche mit besonderem Wuchs und Früchten. Diese Eichenart gibt es nur noch selten.

Mit den Dahlien kommt der Herbst

Der Dahliengarten in Bad Neuenahr lockt mit romantischen Aussichten. Sturm und Regen der vergangenen Tage, die recht kühle Witterung des Tages und die Warnung vor herabfallenden Ästen haben romantischen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Die Dahlien haben aber alle meteorologischen Herausforderungen gut überstanden und begrüßen die wenigen Besucher mit einer wahren Blütenpracht und Vielfalt. Der Dahliengarten überrascht wieder mit einigen neuen gärtnerischen Elementen, so die Anpflanzung von Gräsern oder langgestreckten Lavendelbüsche-Bändern, aus denen die Dahlien hervorschauen.
Die Formen- und Farbenvielfalt stimmt Blumenfreunde versöhnlich mit dem Abschied vom Sommer und meteorologischen Herbstbeginn am 1. September 2020. Herbstlich war es in den letzten Wochen schon öfter einmal. Nun wird es nur noch ein paar sonnige Tage geben nach diesem durchwachsenen Sommer. Fazit: zu wenig Sonne ((für uns) und zu wenig Wasser (für Ahr und Vegetation). Am 27. August haben wir einen kleinen Abstecher nach Bonn gemacht – Anlass: der 99. Geburtstag unserer Tante. Das musste hoch gefeiert werden: auf der Dachterrasse in der 17. Etage des Marriott-Hotels in Bonn im früheren Regierungsviertel.
Schöne Ein- und Ausblicke in alle Richtungen und so transparent! Blick auf das alte Bundeskanzleramt
Am Ende einer Terrainwanderung am 28. August vom Kurpark nach Bachem und rund um die Maibachfarm ist die Belohnung dran: Einkehr in der „Sebastianusklause“ in Walporzheim. Auf dem Rückweg an der Ahr entlang wartet jemand darauf, dass für ihn auch eine Stärkung vorbeischwimmt.
Vieles fällt in diesem Jahr aus – 4 Tage 4 Gipfel, Rock am Ring, der Weinmarkt in Ahrweiler, zahlreiche Weinfeste. Es gibt aber einen Trost: manches Geselliges und/oder Genussreiches wird verlängert, so z.B. die Weinlounges im Kurpark Bad Neuenahr bis Ende September jedes Wochenende. Und es gibt auch neue Formate, so z.B. die Ahrweiler Weingärten – an den Wochenenden 4.-6. September und 11.-13. September im Hofgarten des Klosters Calvarienberg (mit Live-Musik) und in den Parkanlagen an der Friedrichstraße an der alten Stadtmauer mit einer großen Weinlounge. Für den Hofgarten braucht man Tickets, für die Weinlounge ist der Eintritt frei. Dann gibt es aber auch noch die Ahrtaler Weingärten im September und Oktober in den Weinorten der Ahr, und dazu gibt es u.a. auch noch Weinwanderungen und vieles mehr.

HIMMEL A…. und WOLKENBRUCH

Himmel, A…. (Alarm) und Wolkenbruch wird manch einer am 12. August 2020 geflucht haben, der am Abend dieses Tages sein Ziel nicht mehr erreicht hat oder Unwetterschäden erlitten hat.

Wir sind zu einer Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus in Lohrsdorf um 18:30 Uhr gerade noch rechtzeitig angekommen. Kaum waren wir da, ging es los: ein nahezu tropisches Unwetter, mit Starkregen und Wind von allen Seiten, Blitzen und Donnergrollen. Einige andere Teilnehmer erreichten die Versammlung nicht. Die Bahn fuhr nicht mehr, die Elektrik war ausgefallen, die Schranken blieben unten. Das war ein folgenschwerer Auftritt der „Elektrik von oben“. In der Ahr-Region und in Bonn liefen Keller voll, es gab einige Erdrutsche und Überschwemmungen sowie Baumschäden – die Feuerwehr hatte pausenlos zu tun.

Am Sonntag – 16. August 2020 – lockte im Kurpark von Bad Neuenahr die Veranstaltung „Pinot im Park“ mit kulinarischen Verheißungen von Spitzenköchen und ausgesuchten VDP-Weinen von der Ahr.

Der Tag begann durchwachsen, die laufenden Wettervorhersagen waren – wie das Wetter – nicht eindeutig und auch eher wechselhaft. Gegen 18:00 Uhr hat uns schließlich der aufkommende Hunger, der Durst und die Neugier auf die Köstlichkeiten heraus in den Kurpark gezogen. Und das Angebot war wirklich einen Besuch wert: vorzügliche Speisen, edle Weine und ein elegantes Ambiente mit wunderschönen Blumen-Arrangements als Blickfang.

Leider waren nicht alle Tische – deren Zahl coronabedingt ohnehin schon reduziert war – besetzt. Offenbar sorgte auch das unberechenbare Wetter für die geringeren Besucherzahlen. Die Köche und Anbieter hatten einiges auszuhalten: noch vor Beginn der Veranstaltung fegte Starkwind schon ein Köche-Zelt weg, was auch für Chaos in der Küche sorgte. Bald war das Zelt wieder aufgebaut, aber das war noch nicht alles an Stress: nach 19:00 Uhr ging es wieder los mit Regen und Starkwind. Einige Köche konnten ihre Ausstattung gerade noch schnell sichern, anderen fegte der Sturm die Zelte zusammen. Den Köchen und Winzern, die „Nehmerqualitäten“ bewiesen, gebührt Respekt dafür, dass sie unter diesen Bedingungen ihr angekündigtes Angebot ungeschmälert aufrecht erhalten und die Gäste freundlich bewirtet haben.

Ein wenig versöhnlich „gegenüber Petrus“ stimmte am späteren Abend dann noch ein Regenbogen über dem Ahrtal.

Und gestern, am 17. August, waren wir in Bonn am Kaiser-Karl-Ring zum Pizza- Schlemmen. Regen gab es auch, auf dem Hinweg und auf dem Rückweg. Wir lernen von den Briten: kein Ausgang ohne Regenschirm! Und auch hier waren massive Sturmschäden an den Bäumen zu sehen, die noch zu beseitigen waren. Zum Glück waren keine Menschen durch die Sturmschäden getroffen worden.

Und heute ist es mit dem Wetter wie gestern: immer wieder Gewitter und Regen, die sich kaum verlässlich vorhersagen lassen. Man merkt es halt, wenn es da ist. Vorteil: Man muss jetzt nicht den Rasen sprengen und muss auch kaum noch die Balkonblumen gießen. Hoffentlich hat der – schon sehr strapazierte – Wald auch seinen Nutzen von dem üppigen Nass.

Genuss im Park – vor der Kulisse mit den zukünftigen Parkliegenschaften Es schmeckt, am Himmel bahnt sich aber schon ein Gewitter an.
Den Köchen bleibt nicht viel Zeit zum Essen, während ich zur köstlichen Fischplatte einen frischen, eleganten Rosé vom Weingut Nelles probiere. Der Tag endet versöhnlich mit einem Regenbogen.
Italienisches Stilleben Riesen-Pizza: wer kann die schaffen?
Räumung der Sturmschäden an den Bäumen am Frankenbad Das war’s fast schon!

Sommer Sonne Chillen

Wir sind mitten in den „Hundstagen“ und es ist heiß, heiß, heiß! Wir haben uns etwas von den Hunden, die das fast den ganzen Tag machen, abgeguckt: CHILLEN, wann es nur immer geht. Die sogenannten Hundstage sind die Sommertage zwischen dem 23. Juli und dem 23. August und gelten als die Zeit der möglicherweise heißesten Tage des Jahres. Der Name „Hundstage“ bezieht sich nicht etwa auf die für unsere Pelz tragenden Vierbeiner arg heißen Tage, sondern auf das Sternbild des „Großen Hundes“, das – jedenfalls in historischer Zeit – in diesem Zeitraum am Himmel am besten zu sehen war.

Seit etwa zwei Wochen sorgt die Erwärmung auch schon für tropische Nächte über 20 Grad. Dieser Sommer ist nach den vergangenen beiden Sommern der dritte Hitzesommer in Folge. Die 40 Grad des Vorjahres sind allerdings noch nicht erreicht worden.

Zur Sonnenschein-Suche müssen wir also nicht in Urlaub fahren. Es gibt hier ja alles – außer Sand am Meer.

Einige Winzer stellen sich auch schon wieder auf eine frühere Lese – noch im August – ein.

Regen ist jetzt für die nächsten Tage laut Wettervorhersage – allerdings erst ab Freitag auch in Verbindung mit einem leichten Temperatur-Rückgang – angekündigt und wird auch dringend gebraucht.

Die prachtvolle Kastanienallee am südlichen Ahr-Ufer in Bad Neuenahr sieht jetzt schon aus wie im Herbst nach einer Dürre-Zeit. Das Wasser wird immer dringender gebraucht und wird zu einer knapperen, kostbaren Ressource.

Am Bahnhof herrscht weiterhin allseits lebhafte Betriebsamkeit: am Vorplatz zeigen sich deutliche Fortschritte und das Bethel-Hotel zum Weinberg wächst zusehends in die Höhe. Der Verkehrskreisel hat eine aparte „Dekoration“ erhalten, die endgültige Möblierung des Kreisels wird aber wohl eine andere sein.

Wir haben vor zwei Wochen auch einmal die elegante Fußgänger/Radfahrer-Unterführung am Bahnhof von der Heerstraße aus, die für Fußgänger schon nutzbar ist, im Eigenversuch erkundet.  Es sieht schon recht ansprechend aus mit der Natursteinverblendung. Man kann nur hoffen, dass es auch so bleibt.

Hundstage: schlapp sind nicht nur des Hundes Ohren vorherbstlich: die Blätter fallen in der die Kastanienallee
seit Wochen trocken etwas Sonnenschutz durch Schatten gibt die Kastanienallee den Spaziergängern aber noch
rege Bau-Betriebsamkeit vor und neben dem Bahnhof interessanter Parkplatz (nicht nachmachen!) oder die neue Kreisel-Dekoration?

Here comes the sun

Es ist schon ordentlich warm heute und es wird in den nächsten Tagen sogar noch richtig heiß. Ich will (und darf) mich aber nicht beklagen, denn das ist das Wetter, das wir im Juni und auch weitgehend im Juli vermisst haben und das nun endlich zum Sommer passt.

Es wird aber nicht langweilig werden in Bad Neuenahr:

Noch einmal finden an diesem Wochenende im Kurpark die WeinLounges statt, bei denen man im Schatten die Sonne und den Wein genießen kann.

In den folgenden Wochenenden kommt ein bekanntes Veranstaltungsformat mit ein paar Veränderungen wieder:

„Genuss am Fluss“ gibt es

– am 9. August 2020 als „Köchemarkt“ im Kurpark Bad Neuenahr und soll wieder ein Gourmet-Highlight der Ahrtaler Spitzenköche rund um den Sternekoch Hans-Stefan-Steinheuer werden und

– am 16. August 2020 soll die Veranstaltung „Pinot im Park“ ein Burgunder-Highlight werden: VDP.Ahr-Winzer stellen die Vielfalt der Ahr-Burgunder vor.

Die Öffnungszeiten für den „Köchemarkt“ und „Pinot im Park“
sind jeweils von 11:00 bis 20:00 Uhr,
Eintritt 8 € (abzüglich 5 € für den Mindestverzehr)

Was man noch bzw. wieder machen kann in Bad Neuenahr: man kann auch wieder schwimmen gehen, ins Twin (Tipp: vorher anrufen bzw. reservieren) oder in die Ahr-Therme – es wird in den nächsten Tagen ja so heiß, dass man sich in der warmen Therme sogar noch erfrischen kann!

Die geführten „Terrain-Wanderungen“ (2 mal wöchentlich, außerdem am 1. Sonntag im Monat) gibt es grundsätzlich weiterhin. Es fällt allerdings die aktuell nächste Terrain-Wanderung am 31.7.2020 aus wegen der erwarteten Hitze mit Temperaturen über 30° C. Man sieht: hier sorgt man sich wirklich um die Gesundheit der Gäste und der Ahrtaler.

Wanderung am 22.7.20 nach Kreuzberg und im Sahrbachtal

Viele Wege führen durch Wald und Wiesen nach Kreuzberg.

Trinkpause

im wild-romantischen Sahrbachtal

Erinnerung in Kreuzberg an den Felsrutsch

Wanderung am 29.7.20 von Neuenahr über Lantershofen, Fliegendes Dach, Schutzhütte Central, Ahrweiler, an der Ahr zurück nach Neuenahr

Nach der Stärkung im Altenwegshof ging es noch mal so schnell (bergab!) zurück.

Bei den WeinLounges in Bad Neuenahr gibt es für jeden – groß und klein – etwas zu entdecken.

Ein köstlicher Winzerteller mit einem ebenfalls wunderbaren Wein bei den WeinLounges im Kurpark Bad Neuenahr.

Genuss und Entspannung – so lässt es sich im Kurpark genießen.

Schwimmen ist im Twin wieder möglich, aber:

besser vorher anrufen bzw. reservieren!

Entlang der Saffenburg

Die letzten Tage waren sehr wechselhaft, wie schon seit einiger Zeit in diesem Sommer.  Manch einen ärgert das, zum Wandern sind frischere Tage mit bedecktem Himmel aber willkommen. Bei einer gut geführten Terrainwanderung von Mayschoß aus bergauf bergab mit Blick auf die Saffenburg ließ sich der letzte Mittwoch bestens nutzen. Nach Anfahrt mit dem Vareo-Zug von Bad Neuenahr aus bis zum Bahnhof Mayschoß führte die Wanderung Richtung Saffenburg, zum Hochkreuz, zum Schrock, unterhalb der Teufelsley zur Krähhardt und am Winzerweg zurück nach Mayschoß – eine streckenweise durchaus sportliche Wanderung, aber dafür hatte ja jeder sich eine ordentliche Wegzehrung zur Stärkung in gemütlicher Runde mitgebracht.

Auf halber Höhe nach Start in Mayschoß In der Ferne zeigt sich die Saffenburg über den Weinbergen.

 

Allmählich zeigt sich die Saffenburg in ganzer Schönheit. Zeit für eine Pause, die wir uns am Schluss der Aufstiege auf einige Höhen verdient haben – zur Belohnung grüßt auch, wenn auch unter bedecktem Himmel, noch einmal die Saffenburg.

Am Bahnhof Mayschoß verkürzte uns der Blick auf eine Wald – Wiesen – Wild -Idylle die (recht lange) Zeit des Wartens auf den Zug.

Sommer der abgesagten Veranstaltungen?

Ein Sommer wie wir ihn noch nicht kannten: mit Vorsichtsmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen – Abstand, Hygiene, Atemschutzmasken – sowie mit Reisebeschränkungen – Reisewarnungen für viele Länder, bisherige und neue Beschränkungen selbst in unseren altbekannten Reisezielen in Europa.

Auch in unserer schönen Region mit den vielen Veranstaltungen für Einheimische und Gäste gibt es zusätzlich zu den AHA-Regeln (Abstand usw.) weitere Einschränkungen im Veranstaltungsbereich. Gestrichen wurden schon das 15. Ahrtaler Gipfelfest, der Weinmarkt der Ahr, der Ahrathon, Rock am Ring und vieles mehr. Die Karnevalsveranstaltungen ab November des Jahres werden schon in Frage gestellt, die Weinkönigin muss ihre Amtszeit verlängern, und vieles mehr.

Es ist aber nicht etwa alles abgesagt: Vorsichtige Öffnungen z.B. für Schwimmbad und Therme sind erfolgt, die geführten Terrainwanderungen werden seit einigen Wochen wieder angeboten, in etwas reduziertem Umfang finden weitere Veranstaltungen statt, derzeit gerade die WeinLounges in Bad Neuenahr (jeweils am Wochenende noch bis zum August) mit Weingenuss in entspanntem Rahmen an Ahr und im Kurpark, auch mit einem historischen Jahrmarkt mit Riesenrad, Schiffsschaukel und Buden zur Unterhaltung der kleinen Gäste.

An Planungen für weitere Veranstaltungen, zu denen ein Konzept für die Einhaltung der geltenden Corona-Schutzregeln erforderlich ist, wird  an vielen Orten an der Ahr gearbeitet. So soll nach Möglichkeit auch wieder das „Genuss am Fluss-Festival“ in Bad Neuenahr die Feinschmecker erfreuen. Auch soll die „Klangwelle“ mit einem neuen Schutzkonzept für die Gäste im Oktober in Bad Neuenahr stattfinden. Die Show aus Wasserstrahlen, Licht, Farbe, Musik und eines damit dargestellten Themas könnte ich immer wieder sehen, ist ja auch jedes Jahr wieder neu.

Altenahr

Zum Höhenluft schnuppern waren wir vorgestern mit einer kleinen geführten Wandergruppe in Altenahr. Es ging vom Ort auf der Seilbahnstraße – Seilbahn „leider“ nicht mehr in Betrieb, also ging es mit den eigenen Kräften bergauf – nach Altenburg, zum Lingenberg und hoch zum Teufelsloch. Trittfestigkeit war gefordert und bergauf, bergab, querwaldein wurden wir sicher von unserer Wanderführerin geleitet. Es war eine streckenmäßig kurze (4,7 km) und zeitlich „gefühlt“ lange Wanderung. Etwas anspruchsvoll, aber voller schöner Eindrücke vom hier wildromantischen Ahrtal.

Zum Auftakt an der Ahr entlang Hoch hinauf durch den Wald
…zum Teufelsloch, das der Legende nach auf einen Wutausbruch des Teufels zurückgeht. Das „Gipfelbild“ am Schwarzen Kreuz darf auch nicht fehlen.
und immer wieder der Blick auf die Burg Are Und das ist die „Belohnung“: ein köstlicher Frühburgunder – trocken, Jahrgang 2018, angenehm mild, voller Aromen, perfekter Genuss zum italienischen Auflauf und auch noch danach – vom Weingut Sermann in Altenahr.

Heppingen

Die Terrainwanderungen mit Wanderführer finden inzwischen wieder statt, zuletzt am vergangenen  Freitag von Bad Neuenahr über den Ahrweg nach Heppingen. Mit dem Wanderführer sind wir sicher in Wald und Flur unterwegs und lernen dabei auch einiges, u.a. über den Weinbau.
Bei wechselndem Wetter, aber wie erwartet ohne Regenguss auf unseren Wanderpfaden, wandern wir am Rapsfeld entlang aufwärts Richtung Flugplatz. Am Flugplatz gibt es für uns die verdiente Erholungspause und die Gelegenheit, den Flugverkehr zu beobachten. Und zurück über die Bergstraße nach Neuenahr.